Stand: 08.02.2019 07:22 Uhr

Bundesumweltministerin Schulze besucht die Asse

Bundesumweltministerin Svenja Schulze ist für zwei Tage in Niedersachsen. Am Donnerstag besuchte sie das Atommülllager Asse, am Freitag Schacht Konrad.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat sich gestern über die Situation im Atommülllager Asse bei Remlingen im Landkreis Wolfenbüttel informiert. Gemeinsam mit Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) traf sie sich mit Verantwortlichen der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) und besorgten Anwohnern. sie mahnte die Einhaltung von Sicherheitsstandards an. Schulze sagte: "Die Sicherheit muss höchste Priorität haben." In der Asse lagern seit Jahrzehnten rund 126.000 Fässer mit schwach- bis mittelradioaktiven Abfällen. Heute will Schulze sich Schacht Konrad in Salzgitter ansehen. Das ehemalige Erzbergwerk ist Deutschlands erstes atomrechtlich genehmigtes Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle.

Bundesumweltministerin, Svenja Schulze in der Asse.

Asse: Antrittsbesuch der Bundesumweltministerin

Hallo Niedersachsen -

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat das marode Atommülllager Asse besucht. Bürgerinitiativen kritisierten bereits vorab den Besuch als unzureichend.

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Begleitgruppe: Bund beteiligt sich nicht ausreichend

Vorab kritisierte die Asse-2-Begleitgruppe den Besuch von Umweltministerin Schulze in Remlingen als unzureichend. Der erstmalige Besuch der Umweltministerin ersetze kein verantwortliches Regierungshandeln. Seit mehr als einem Jahr habe sich der Bund nicht am Begleitprozess beteiligt, das müsse sich ändern, teilte die Begleitgruppe mit, die sich aus örtlichen Politikern, Verbandsvertretern und Bürgerinitiativen zusammensetzt.

Lies räumt Mängel in der Kommunikation ein

Umweltminister Lies räumte gegenüber NDR Info Mängel in der Kommunikation ein. Er betonte, dass "die Erklärung, warum was wann gemacht wird, einfach nicht ausreicht, und dass wir da noch besser werden müssen". Lies sprach sich dafür aus, ein Gesamtkonzept für die Räumung der Asse zu entwickeln. Die einzelnen Schritte dürften "nicht nacheinander gedacht und angegangen werden", sondern müssten "parallel geplant werden". Ein Beispiel sei die Frage nach dem Zwischenlager, so Lies. Ihm sei wichtig, "dass wir diese Frage jetzt klären und nicht den Schacht bauen und dann in einen jahrelangen Streit verfallen, wo denn das Zwischenlager hinkommt". Dafür müsse in einem transparenten Prozess abgewogen werden, ob man größere Distanzen beim Transport der Atommüllfässer in ein Zwischenlager in Kauf nimmt, so Lies.

Gesamtplan noch in diesem Jahr

In der Asse lagern rund 126.000 Fässer mit radioaktivem Abfall, die aus dem maroden Bergwerk zurückgeholt werden sollen, wenn dies sicherheitstechnisch möglich ist. Frühestens im Jahr 2033 könnte es nach BGE-Angaben so weit sein. BGE-Geschäftsführer Stefan Studt hatte im Dezember angekündigt, dass bis Ende 2019 ein Gesamtplan vorliegen soll.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 07.02.2019 | 13:30 Uhr

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