Stand: 15.07.2020 18:46 Uhr

Brücke verbindet Lauenförde wieder mit Beverungen

Die Lauenförder Weserbrücke zwischen dem niedersächsischen Lauenförde und dem nordrhein-westfälischen Beverungen. © gemeinfrei Foto: Spunky
Grünes Licht: In Lauenförde ist die neue Brücke über die Weser freigegeben worden.

In Lauenförde im Landkreis Holzminden ist ab heute wieder der kurze Weg nach Beverungen auf der anderen Weserseite in Nordrhein-Westfalen möglich. Die neue Weserbrücke wurde am Nachmittag für den Verkehr freigegeben. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Seit Juni vergangenen Jahres mussten die Menschen einen zehn Kilometer langen Umweg fahren - das ist jetzt passé. Wegen der Corona-Pandemie gab es allerdings nur eine kleine Einweihungsfeier.

Enge Verbindungen mit Beverungen

Lauenfördes Bürgermeister Werner Tysara (SPD) verwies darauf, wie eng die beiden Städte miteinander verzahnt seien. "Wir haben Schulen auf der westfälischen Seite und wir haben Vereine hüben wie drüben." Ärzte würden auf dieser Seite wie auf jener Seite besucht. "Insgesamt ist es eine wunderschöne Situation, dass wir jetzt wieder fahren können - kurz mal ins Auto, und auf die andere Weserseite", so Tysara.

Sanierung der alten Brücke unwirtschaftlich

Wegen der Baumaßnahmen war die alte Brücke seit Juni des vergangenen Jahres für den Verkehr gesperrt. Parallel neben der alten Weserbrücke war in den vergangenen Monaten eine neue 200 Meter lange Brücke gebaut worden, die Anfang Mai in Position geschoben wurde. Die alte Brücke war seit 1950 in Betrieb, eine Sanierung unwirtschaftlich. Die neue Brücke hat 16,7 Millionen Euro gekostet.

Protest gegen geplantes Atommüll-Zwischenlager

Zu den ersten, die die neue Brücke überquerten, gehörten auch Teilnehmer eines Autokorsos der Bürgerinitiative (BI) "Atomfreies 3-Ländereck". Die BI protestiert gegen das geplante Atommüll-Zwischenlager am Standort des ehemaligen Atomkraftwerkes Würgassen.

Weitere Informationen
Atomkraftwerk Würgassen von außen.

Autokorso gegen geplantes Atommüll-Zwischenlager

Der Verein "Atomfreies 3-Ländereck" hat einen Autokorso gegen das geplante Atommüll-Zwischenlager in Würgassen angekündigt. Von dort aus soll Atommüll zum Schacht Konrad gebracht werden. mehr

Protest gegen die Atommülltransporte © dpa Foto: Philipp Schulze

Erste Arbeiten für neues Atommüll-Zwischenlager

In Würgassen nahe der Gemeinde Boffzen (Landkreis Holzminden) beginnen die ersten Arbeiten für das geplante Atommüll-Zwischenlager. Eine Bürgerinitiative hat Proteste angekündigt. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 15.07.2020 | 13:30 Uhr

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