Stand: 30.04.2021 17:42 Uhr

Braunschweiger melden Polizei an einem Tag 16 Schockanrufe

Hand einer sehr betagten Frau greift zum Telefonhörer. © picture-alliance/SVEN SIMON Foto: FrankHoermann/SVEN SIMON
Ein Verwandter in Not: Mit dieser Masche versuchten Anrufende, Menschen in Braunschweig zu betrügen. (Themenbild)

Der Braunschweiger Polizei sind am Donnerstag 16 Schockanrufe gemeldet worden. In fast allen Fällen wurde der Unfall eines Familienmitglieds vorgetäuscht, teilte die Polizei mit. Teilweise gaben sich die Täter als Familienmitglieder aus, teilweise gaben sie an, dass sie Polizeibeamte sind. In allen Fällen wurden hohe Geldsummen verlangt, um die Unfallfolgen zu regulieren. Auch in Salzgitter versuchte ein Schockanrufer eine ältere Frau zu betrügen. In einem Telefonat wurde ihr mitgeteilt, dass ihr Sohn bei einem Verkehrsunfall ein Mädchen erheblich verletzt habe und er eine Kaution in fünfstelliger Höhe bezahlen müsse. Andernfalls müsse er mit einer Haftstrafe rechnen. Die Frau ging daraufhin zu ihrer Bankfiliale, um das Geld von ihrem Konto abzuheben. Dort wurde eine Bankangestelle stutzig und rief die Polizei. In Braunschweig erkannten alle 16 angerufenen Senioren die Betrugsabsicht und informierten die Polizei. Die Beamten werten das als Erfolg ihrer Kampagne "Klüger als Betrüger". Im Rahmen der Aktion wird allen Braunschweigern, die älter als 70 Jahre sind, ein Informationspaket zur Verfügung gestellt.

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Der Braunschweiger Dom von oben. © NDR Foto: Julius Matuschik
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NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 01.05.2021 | 07:00 Uhr

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