Stand: 25.04.2019 12:40 Uhr

Braunkohle: Doch Finanzhilfen für Helmstedt?

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Nach dem Aus des Braunkohletagebaus hofft der Landkreis Helmstedt auf Geld vom Bund. (Archivbild)

Vor zehn Tagen haben Vertreter von Kommunen, Wirtschaft und Politik aus dem Landkreis Helmstedt einen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geschrieben. Darin forderten sie, bei den vom Bund angekündigten Finanzhilfen für ehemalige Braunkohlereviere nicht leer auszugehen. Nun hat zwar nicht Merkel, aber offenbar ein Minister ihres Kabinetts reagiert. Laut einem Bericht der "Braunschweiger Zeitung" hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) seinen Kabinettskollegen Finanzminister Olaf Scholz aufgefordert, auch Helmstedt beim Geldsegen zu berücksichtigen. Bislang war von konkreten Hilfen für das Helmstedter Revier nicht die Rede.

Landrat will weiter um Geld werben

Für Gerhard Radeck (CDU) sind das gute Nachrichten. Ob und wie viel Geld letztendlich in die Region fließe, sei aber nach wie vor offen, sagte der Landrat dem NDR. Er wolle daher weiter dafür werben, dass Helmstedt nicht leer ausgeht. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) freut sich ebenfalls: Der Einsatz des Landes für das Helmstedter Revier wirke, sagte Althusmann. Bundesmittel seien wichtig, um den beschleunigten Strukturwandel nach dem Ausstieg aus der Braunkohle zu meistern.

Auch langfristige Strukturhilfe gefordert

Laut dem Bericht plädiert Altmaier in dem Brief an Finanzminister Scholz dafür, Helmstedt in ein bestehendes Soforthilfeprogramm aufzunehmen. Auch langfristig sollte Helmstedt in einem 40 Milliarden schweren Strukturhilfe-Paket angemessen berücksichtigt werden. Eine Bestätigung für den Bericht gab es vom Wirtschaftsministerium in Berlin bislang nicht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 25.04.2019 | 12:00 Uhr

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