Stand: 07.09.2020 19:08 Uhr

Böller unter Streifenwagen: Mann auf freiem Fuß

Zwei Polizisten gehen vor einem Polizeigebäude auf einen am Boden liegenden Mann zu. Rauch liegt in der Luft. © aktuell24
Ein Handyvideo zeigt den Vorfall vor der Polizeidirektion Gifhorn.

Nach einem Böllerangriff auf die Polizeiinspektion Gifhorn ist der 21-jährige Beschuldigte aufgrund fehlender Haftgründe aus dem Gewahrsam entlassen worden. Das teilte die Polizei am Montag mit. Nach Angaben eines Sprechers liegt das Motiv offenbar im persönlichen Umfeld. Der junge Mann habe seinen Bruder rächen wollen, ein politisch motivierter Hintergrund sei ausgeschlossen.Der 21-Jährige soll am Sonntagnachmittag einen sogenannten Polenböller unter einen Streifenwagen geworfen haben, der vor dem Gebäude stand. Durch den lauten Knall wurde ein Beamter, der im Raum dahinter saß, verletzt.

Mutmaßlicher Täter war alkoholisiert

Der polizeibekannte mutmaßliche Täter war den Angaben zufolge alkoholisiert und blieb selbst unverletzt. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 2,7 Promille. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet.

Auto fängt nicht Feuer

Aufgrund der starken Rauchentwicklung war auch die Freiwillige Feuerwehr Gifhorn alarmiert worden. Zu einem Brand kam es allerdings nicht. Der Streifenwagen wurde laut Polizei am Heck und Unterboden beschädigt. Die Schadenshöhe ist noch unklar.

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Der Braunschweiger Dom von oben. © NDR Foto: Julius Matuschik
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NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 07.09.2020 | 17:00 Uhr

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