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Trauer um Karl Dall

Der Komiker und Schauspieler Karl Dall ist tot. Er starb am Montag im Alter von 79 Jahren. Dall hatte sich von einem Schlaganfall, den er vor zwölf Tagen erlitten hatte, nicht mehr erholt. Mehr in Kürze auf NDR.de.

Ein E-Auto wird an einer ADAC-Ladestation aufgeladen. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

"Autogipfel": Drei Milliarden Euro für die E-Mobilität

Stand: 18.11.2020 09:03 Uhr

Beim "Autogipfel" am Dienstagabend hat Kanzlerin Merkel der kriselnden Automobilbranche weitere drei Milliarden Euro zugesagt.

Mit den neuen Milliarden-Hilfen für die Autoindustrie - fünf sind es inzwischen in Summe - soll der Wandel zur E-Mobilität schneller vorangebracht werden. Mit der Vereinbarung, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstagabend mit Vertretern der Autoindustrie, Landespolitikern und Gewerkschaftern ausgehandelt hat, sind vor allem neue Kaufanreize verbunden. Zudem soll es eine Art Abwrackprämie für alte Lastkraftwagen geben. Auch das Ladesäulennetz soll schneller ausgebaut werden. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der an der Videokonferenz teilgenommen hat, sagte zu den Beschlüssen, es seien "wichtige Weichen für die Zukunft des bedeutendsten deutschen Industriezweigs gestellt worden".

Weil macht Druck bei Ladesäulen

Weil, der als Ministerpräsident im Aufsichtsrat des Volkswagenkonzerns sitzt, begrüßte vor allem die Pläne für die Ladesäuleninfrastruktur. Er forderte eine rasche Umsetzung. "Je schneller ein flächendeckendes Ladenetz entsteht und aus erneuerbaren Energien gespeist wird, desto mehr Kundinnen und Kunden werden sich für Elektroautos entscheiden." Ziel der Bundesregierung ist, Schnellladepunkte an Tankstellen so auszubauen, dass bis Ende 2026 drei von vier Tankstellen über diese Technik verfügen. Zudem forderte Weil in einer Mitteilung, mehr Geld in die Batterieproduktion zu stecken, um Arbeitsplätze zu sichern. "Eine eigenständige Investitionsförderung des Bundes ist zwingend notwendig, wenn Batteriezellen 'Made in Germany' entstehen sollen", so Weil.

Volkswagen begrüßt Verlängerung der Kaufprämie

Volkswagen selbst begrüßte die Verlängerung der Kaufprämien für E-Fahrzeuge bis Ende 2025. Diese werde den Wandel der Kernbranche entscheidend voranbringen, teilte der Konzern mit. Auch der Übergang in einen klimaschonenderen Autoverkehr werde dadurch erleichtert. Als zentralen Schritt wertet auch VW, dass ein schnellerer Ladenetz-Ausbau angestrebt wird. Zuletzt war die Nachfrage nach E-Autos dank der erhöhten Kaufprämien bereits gewachsen. VW investiert in den kommenden Jahren viel Geld in die E-Mobilität. Bis 2025 hat der Konzern die Ausgaben für Alternativantriebe und Digitales auf 73 Milliarden Euro aufgestockt - fast die Hälfte der Gesamtinvestitionen von 150 Milliarden Euro. Allein in die niedersächsischen Standorte Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter, Hannover, Osnabrück und Emden sollen in diesem Zeitraum mehr als 16 Milliarden Euro fließen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 18.11.2020 | 08:00 Uhr

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