Stand: 19.03.2018 15:28 Uhr

Asse: Atommüll könnte früher geborgen werden

Es gibt konkrete Planungen für die vorzeitige Rückholung von radioaktiven Abfällen aus dem maroden Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel. Das teilte die Geschäftsführerin der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), Ursula Heinen-Esser, am Montag mit. Dabei geht es um Abfälle, die in der Einlagerungskammer 7/725 lagern. In dieser Kammer, die als einzige im oberen Bereich des Bergwerks heute noch zugänglich ist, lagern 8.530 Abfallbehälter. Die vorgezogene Räumung dieser Kammer sei eine gute Vorbereitung für die Rückholung der Abfälle aus den darunterliegenden Hohlräumen, so Heinen-Esser.

Räumung möglich, bevor Bergungsschacht fertig ist

Die Abfälle könnten über den bestehenden Schacht 2 geborgen werden. Zunächst müsse jedoch dessen Eignung geprüft werden, so Heinen-Esser weiter. Sollte dieser Schacht nicht geeignet sein, könnten erste Abfälle aus der Einlagerungskammer geholt und umverpackt unter Tage gelagert werden, bis der eigentliche Bergungsschacht zur Verfügung steht.

12.000 Liter Wasser fließen täglich in die Kammern

Die Zeit drängt jedoch. Weil nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz täglich rund 12.000 Liter Wasser in den Schacht sickern, sollen sämtliche Behälter nach Möglichkeit an die Oberfläche geholt werden. Dabei handelt es sich um etwa 126.000 Fässer mit Atommüll und chemischen Abfällen, die zwischen 1967 und 1978 in dem früheren Salzbergwerk eingelagert wurden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 19.03.2018 | 14:30 Uhr

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