Ein Graureiher im Nabu-Artenschutzzentrum im Landkreis Gifhorn. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Artenschutzzentrum: Steigende Temperaturen helfen Wildvögeln

Stand: 21.02.2021 17:16 Uhr

Der kurze, aber heftige Wintereinbruch hat Wild- und Greifvögeln zugesetzt. Das NABU-Artenschutzzentrum päppelt sie wieder auf. Der Vorfrühling entspannt die Situation in Leiferde.

Bei steigenden Temperaturen können sich die abgemagerten Tiere langsam erholen, heißt es vonseiten der Einrichtung. Zuletzt seien "noch sehr viele Tiere in einem gruseligen Zustand" in dem Schutzzentrum gelandet, sagte Geschäftsführerin Bärbel Rogoschik.

Wintereinbruch hat Vögeln zu schaffen gemacht

Für die Tiere sei die Kombination aus geschlossener Schneedecke und gefrorenen Gewässern ein Riesenproblem gewesen. "Viele Greifvögel haben es dann schwer, Beute zu finden. Genauso wie alle Vogelarten, die ihre Nahrung in Gewässern suchen", so Rogoschik. Betroffen sind laut Nabu Schleiereulen, Mäusebussarde, Turmfalken und Graureiher. "Die Schleiereule kann praktisch kein Fettgewebe aufbauen, daher kann sie auch nicht auf Reserven zurückgreifen", sagte Rogoschik. Das Schutzzentrum hatte während der Frost-Phase daher mehrfach dazu aufgerufen, Tore von Scheunen geöffnet zu lassen, damit die Eulen dort nach Mäusen suchen können.

Storch eingezogen, Mäusebussarde abgeflogen

Den Frühling ins Artenschutzzentrum haben Fridolin und Mai in der vergangenen Woche gebracht. Das Storchenpaar ist in seinem Nest eingezogen. Es soll sogar schon zu Annäherungsversuchen der seit 2018 Verliebten gekommen sein. Zudem haben Tierpfleger zwei Mäusebussarde in die Freiheit entlassen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 21.02.2021 | 10:00 Uhr

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