Stand: 30.11.2020 21:27 Uhr

Anklage nach Gasexplosion beim Göttinger Blutspendedienst

Ein Auto steht hinter einer Polizeiabperrung. © NDR Foto: Jürgen Jenauer
Bei der Explosion starb eine Ärztin, ein Sicherheitsdienst-Mitarbeiter wurde schwer verletzt. (Archiv)

Mehr als fünf Jahren nach einer Gasexplosion in der Göttinger Innenstadt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen vier Handwerker erhoben. Sie wirft den Mitarbeitern zweier Handwerksbetriebe fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor. Bei der Explosion im Februar 2015 in den Räumen des Göttinger Blutspendedienstes war eine Ärztin ums Leben gekommen, ein Sicherheitsmann wurde schwer verletzt. Als sie morgens die Tür öffneten und das Licht anknipsten, schlug ihnen eine Stichflamme entgegen. Laut Staatsanwaltschaft war in dem Gebäude Gas ausgeströmt, der Funke im Lichtschalter hatte die Explosion ausgelöst. Die Anklage wirft den Mitarbeitern eines Elektrofachbetriebes und einer Installationsfirma vor, beim Verlegen von Leitungen im Jahr 2012 Lücken nicht fachgerecht abgedichtet zu haben. Durch sie habe Gas aus einer defekten, unterirdischen Leitung in das Gebäude eindringen können, so die Staatsanwaltschaft. Die Behörde ermittelt zudem gegen acht Mitarbeiter der Göttinger Uniklinik. Als Auftraggeberin der Arbeiten habe die Klinik möglicherweise ihre Überwachungspflicht verletzt, hieß es.

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Ein abgesperrtes Gebäude am Heinz-Erhardt-Platz. © NDR Foto: Jürgen Jenauer

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Der Braunschweiger Dom von oben. © NDR Foto: Julius Matuschik
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NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 30.11.2020 | 17:00 Uhr

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