Stand: 19.10.2018 12:31 Uhr

Abstimmung über Verkehrsgerichtstag in Goslar

Ist Goslar zu klein für ein Treffen, bei dem 2.000 Menschen verpflegt und untergebracht werden müssen? Unter anderem diese Überlegung steht hinter dem Vorschlag, den Verkehrsgerichtstag aus Goslar abzuziehen. Als Alternative ist Leipzig im Gespräch - spätestens seit VGT-Präsident Kay Nehm diese Stadt beim letzten Treffen im Januar dieses Jahres nannte. Tagungsteilnehmer hätten über unzureichende Tagungsräume und fehlende Hotelkapazitäten in Goslar geklagt, so Nehm damals. Nun sollen die Mitglieder über den künftigen Standort der traditionsreichen Veranstaltung abstimmen, die immerhin seit ihrer Gründung in der Harz-Stadt stattfindet. Das hat VGT-Sprecherin Birgit Heß NDR.de bestätigt. Zuerst hatte die "Goslarsche Zeitung" darüber berichtet.

Ein Umzug würde dauern

Doch selbst wenn sich die Mehrheit für einen Umzug ausspricht, würde auch der Verkehrsgerichtstag 2020 vermutlich noch in Goslar stattfinden, allein "schon wegen der zeitlichen Komponente", wie Heß sagt. Will heißen: Abstimmung und Organisation derselben plus Umzug dauern ihre Zeit. VGT-Organisator Martin Streit sagte der GZ: "Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit findet der Verkehrsgerichtstag (VGT) auch 2020 in Goslar statt." Und ob die Mehrheit der Teilnehmer überhaupt aus Goslar fort will, ist auch nicht ausgemacht. Selbst Noch-Präsident Nehm, der laut Heß im Januar vermutlich von Noch-Vize Ansgar Staudinger abgelöst wird, spricht sich für Goslar aus, heißt es beim VGT.

Goslar gibt sich selbstbewusst

Goslars Stadtsprecherin Vanessa Nöhr teilte auf Anfrage von NDR.de mit, dass sich an der Infrastruktur einiges getan habe. Es gebe neue Tagungsräume und neue Hotels und die IT-Abteilung habe sich "um adäquate technische Ausstattung" gekümmert. "Der Deutsche Verkehrsgerichtstag in Goslar ist mittlerweile eine Marke - kurze Wege und eine besondere Atmosphäre in der Weltkulturerbestadt", so Nöhr. "Kongresszentren dagegen sind austauschbar". Goslars Oberbürgermeister Oliver Junk (CDU) gab sich denn auch bislang betont gelassen, wenn es um einen möglichen Wechsel ging. "Sie werden nirgendwo, auch nicht in Leipzig, einen besseren Tagungsort finden", sagte Junk im Januar zur Eröffnung des vergangenen Verkehrsgerichtstages. Falls doch entschieden werden sollte, woanders hinzugehen, "dann sollen sie es ein Jahr machen", sagte Junk. "Ein Jahr später sind sie dann wieder hier."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 19.10.2018 | 08:30 Uhr

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