Stand: 26.11.2018 19:06 Uhr

A7: Illegaler Fahrer soll illegalen Fahrer ablösen

Wegen fehlender Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse wurden in Göttingen fünf Strafverfahren eingeleitet.

Am Sonntagmorgen haben Beamte des Göttinger Zolls auf der A7 bei Nörten-Hardenberg (Landkreis Northeim) fünf Fahrer erwischt, die offenbar ohne Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis unterwegs waren. Besonderes kurios entwickelte sich der Fall des Fahrers eines polnischen Kleintransporters: Als die Beamten dem Ukrainer erklärten, dass er nicht weiterfahren könne, rief dieser seinen Chef an. Der betroffene Spediteur schickte allerdings als Ersatzfahrer erneut einen Ukrainer - und wieder ohne Papiere. Die Folge: In beiden Fällen wurden Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts und der illegalen Beschäftigung von Ausländern eingeleitet, wie der Zoll am Montag mitteilte.

Zoll erstaunt über "Dreistigkeit"

Mit so viel Dreistigkeit habe niemand gerechnet, sagte Andreas Löhde, Sprecher vom zuständigen Hauptzollamt Braunschweig. Neben dem Spediteur betrifft das auch die beiden Fahrer: Diese hatten sich bei der Ladungsübergabe auch noch auf Ukrainisch unterhalten, was einen russischsprachigen Zollkollegen dann misstrauisch machte. Ohne dieses Verhalten, räumte Löhde ein, wäre der zweite Fahrer womöglich gar nicht erst kontrolliert worden.

Groteske Situation, ernster Hintergrund

Die "groteske Situation", so Sprecher Löhde, habe für den Zoll aber auch einen ernsten Hintergrund: Wegen des Fahrverbots für Lkw an Sonntagen würden Speditionen auf Kleintransporter setzen. Und die stünden unter einem enormen zeitlichen Druck.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 26.11.2018 | 17:00 Uhr

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