Stand: 25.05.2018 15:08 Uhr

Zu hohe Strom- und Gaspreise bei Grundversorgern?

Mehrere Energieunternehmen in Niedersachsen sind ins Visier der Kartellbehörden geraten. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, sollen sie überhöhte Gas- und Strompreise in der Grundversorgung verlangen. Insgesamt zehn Unternehmen stehen auf der Verdachtsliste der Landeskartellbehörde Niedersachsen - jeweils fünf Strom- und Gasversorger. Dabei geht es um Grundtarife, die häufig auch von finanziell schwachen Familien genutzt werden.

Lieber in Sondertarif wechseln

Ermittelt wird unter anderem gegen die GEW Wilhelmshaven, die Stadtwerke Stade und Bad Harzburg und die Teutoburger Energie Netzwerk. Die Kartellwächter haben sich dabei die Preisentwicklung zwischen 2015 und 2018 angeschaut. Auf Nachfrage von NDR 1 Niedersachsen erklärte die Teutoburger Energie Netzwerk: "Unsere Preise sind gerechtfertigt, und das werden wir auch nachweisen." In Wilhelmshaven heißt es dagegen, man äußere sich nicht zu laufenden Verfahren. "Wir haben Gründe, die werden wir auch benennen", sagte der Chef der Stadtwerke Stade, Christoph Born, gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Nur sechs Prozent der Kunden seien in der Grundversorgung. "Wir raten jedem Kunden, in einen Sondertarif zu wechseln, der ist günstiger", sagte Born.

Die Unternehmen sind jetzt in der Pflicht, genau aufzuschlüsseln, warum sie die mutmaßlich überhöhten Preise nehmen. Sollte das Kartellamt diese Rechtfertigung nicht für plausibel halten, wird es die Unternehmen verpflichten, ihre Preise zu senken, so eine Sprecherin der Behörde.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 25.05.2018 | 16:00 Uhr

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