Stand: 13.05.2020 17:17 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Wolfenbüttel: Findelkind auf der Intensivstation

Ein Pfeil weist auf ein verschmortes Etikett an einer braunen Wolldecke hin. © Polizei Salzgitter
In diese braune Decke war das Kind eingewickelt.

Die Suche nach der Mutter eines am Montagmorgen in Wolfenbüttel ausgesetzten Findelkindes hat bislang noch kein Ergebnis erbracht. Der Säugling wird inzwischen auf einer Intensivstation in Braunschweig behandelt, wie NDR 1 Niedersachsen am Mittwoch erfuhr. Noch am Dienstag hieß es aus Polizeikreisen, dem Neugeborenen gehe es gut.

Bei der Geburt Blut verloren

Der Junge habe offenbar bei der Geburt Blut verloren, so der Sprecher der Stadt Braunschweig, Adrian Foitzik. Da die Vorgeschichte nicht bekannt sei, würden nun weitere Tests gemacht. Die Polizei tappt bei der Suche nach der Mutter noch im Dunkeln: Die Ermittler würden mehreren Hinweisen nachgehen, sagte Polizeisprecher Frank Oppermann am Mittwoch. Das Video einer privaten Überwachungskamera, das eine Frau in der fraglichen Nacht zeigt, werde noch aufbereitet. Es soll aber noch nicht veröffentlicht werden.

Anwohner finden den neugeborenen Jungen

Anwohner hatten den vermutlich erst wenige Stunden alten Jungen am Montagmorgen in ihrem Gartenhaus gefunden. Die Polizei ruft Zeugen auf, sich unter der Telefonnummer (05331) 9330 zu melden. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Aussetzung des Neugeborenen.

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Ein Gartenhaus im Grünen. © aktuell24

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 14.05.2020 | 06:30 Uhr

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