Stand: 12.06.2020 15:10 Uhr

Wiederaufforstung: 29 Millionen Euro für Kommunen

Eine Luftaufnahme zeigt umgekippte Bäume in einem Wald. © Niedersäsische Landesforsten
Extremwetterereignisse - wie etwa Sturmtief "Sabine" im vergangenen Februar - haben auch in den kommunalen Wäldern Schäden hinterlassen. (Archivfoto)

Das Land Niedersachsen will mehr für die Rettung der kommunalen Wälder investieren. Mit Fördermöglichkeiten in Millionenhöhe sollen Städte und Gemeinden bei der Aufforstung stärker unterstützt werden. Das teilte das Landwirtschaftsministerium am Freitag mit. Demnach werden rund 29 Millionen Euro im Jahr 2020 zur Verfügung gestellt. Im Vergleich zu den Vorjahren sei dies fast das dreifache Fördervolumen, hieß es. In den drei Folgejahren sind zudem weitere rund 35 Millionen Euro vorgesehen.

Otte-Kinast: Alle an einem Strang ziehen

"Die Folgen der Extremwetterereignisse im Wald bewältigen wir nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen", sagte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). Ziel sei es die beschädigten Flächen aufzuforsten und die Wälder zu robusten, klimastabilen Mischwäldern zu entwickeln.

250.000 Festmeter Schaden für 2020 erwartet

Bei etwa acht Prozent (107.000 Hektar) der niedersächsischen Waldfläche handelt es sich um Kommunalwald. Extremwetterereignisse haben in den vergangenen drei Jahren laut Ministerium dort für eine Schadensmenge von rund 500.000 Festmeter Holz gesorgt. Für das laufende Jahr werden voraussichtlich noch einmal 250.000 Festmeter Schadensmenge erwartet. Im vergangenen Herbst hatten sich nahezu alle Abgeordneten des Niedersächsischen Landtags für Hilfsprogramme für die Rettung der Wälder ausgesprochen.

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NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 10.06.2020 | 17:00 Uhr

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