Stand: 27.03.2020 20:46 Uhr

Weniger Unfälle in Niedersachsen - wegen Corona

Die Celler Straße in Braunschweig ist fast leer. © dpa - Bildfunk Foto: Stefan Jaitner
Auf den Straßen in Niedersachsen ist in Zeiten der Corona-Allgemeinverfügungen nicht viel los. (Themenbild)

Die Corona-Pandemie und die Einschränkungen des öffentlichen Lebens bewirken tatsächlich auch ein paar positive Nebeneffekte: So registrieren die Polizeistationen in Niedersachsen deutlich weniger Betrieb auf den Straßen - und auch weniger Verkehrsunfälle. Eine genaue Statistik gebe es dazu aber noch nicht, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Braunschweig. Auch in Oldenburg ist die Verkehrslage derzeit ruhig, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. "Es sind weniger Leute auf den Straßen, wir hatten in den vergangenen 24 Stunden keinen Toten zu beklagen", hieß es bei der Polizeidirektion Oldenburg. Auch Staus gebe es dementsprechend kaum. Konkrete Zahlen gebe es aber auch hier nicht, so die Polizei.

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Weniger Verkehr, weniger Unfälle

Gleiche Erkenntnisse haben auch die Kollegen in Osnabrück, im Raum Lüneburg und in Göttingen gesammelt. Auch dort seien weniger Autofahrer unterwegs. "Bei uns kann sich keiner erinnern, dass es einmal so wenige Unfälle gab", sagte eine Sprecherin der Polizei in Göttingen. Die Polizei in Hannover kann diesen Eindruck allerdings nicht ganz teilen. "Wir hatten zwar deutlich weniger Verkehrsaufkommen, dennoch gab es auch in den vergangenen Tagen einige schwere Unfälle", sagte ein Sprecher. Der Güterverkehr fließe anders als der Individualverkehr in gewohntem Maße weiter. Zudem hat die Polizei in Hannover den Eindruck, dass einige Verkehrsteilnehmer die freien Straßen offenbar dazu nutzen, um mit ihren Fahrzeugen viel zu schnell zu fahren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 25.03.2020 | 12:00 Uhr

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