Das bild zeigt einen verlassenen Pavillon. © Till Petersen Foto: Till Petersen

Welche Festivals in Niedersachsen finden statt?

Stand: 21.06.2021 17:44 Uhr

Die Liste der Festivals in Niedersachsen, die in diesem Sommer an den Start gehen, wird kürzer. Dennoch: Die Branche gibt nicht auf. NDR.de mit einem Ausblick auf die kommenden Monate.

Auch wenn die Corona-Lockerungen Stück für Stück zurückgenommen werden und das öffentliche Leben mehr und mehr zurückgekehrt ist, wird ein gelassenes Tanzen und Feiern ohne Abstand, Maske und mit Alkohol in diesem Sommer nicht möglich sein. So viel ist sicher. Doch es soll getanzt werden und darum versuchen Veranstalter trotz der äußeren Bedingungen ihre Festivals auf die Beine zu stellen - um damit Fans, Bands, der Gastronomie, Technikerinnen und Techniker, dem Rest der Branche und sich selbst eine Perspektive zu geben.

Diese Festivals finden statt

Mehr als 40 kleinere und mittlere Festivals gibt es in Niedersachsen, wie die Arbeitsgruppe Niedersächsischer Open-Air-Festivals erklärt. Das Bündnis hat sich im Frühjahr gegründet, ihm gehören 32 Outdoor-Veranstaltende an. Noch Mitte Mai sollten der Arbeitsgruppe zufolge noch mehr als zwei Dutzend Festivals stattfinden, mittlerweile sind es noch diese (Stand 21. Juni 2021):

  • Summertime Festival in Wolfenbüttel - 16. und 17. Juli 2021
  • SNNTG Festival in Wehmingen (Region Hannover) - 23. bis 25. Juli 2021
  • Fuchsbau Festival in Lehrte (Region Hannover) - 9. bis 11. August 2021
  • Hütte Rockt Festival in Georgsmarienhütte (Landkreises Osnabrück) 12. bis 14. August 2021
  • Moyn Moyn Festival in Oyten (Landkreis Verden) - 20. bis 22. August 2021
  • Stonerock Festival in Bad Bentheim - 20. und 21. August
  • Pixxen Festival in Neukamperfehn (Landkreis Leer) - 21. August 2021
  • Haste Open Air in Haste (Landkreis Schaumburg) - 10. und 11. September 2021

Auch das M'era Luna bei Hildesheim wird stattfinden. Das Line-up steht, wie es zuletzt hieß. Viele andere Veranstalter in Niedersachsen sind sich angesichts der Lage und der Unsicherheit, ob und unter welchen Bedingungen Festivals möglich sind, noch unsicher.

NDR.de aktualisiert und ergänzt die Liste im Laufe des Festival-Sommers.

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"Eine Kraftanstrengung für Veranstaltende"

"Gerade sehen wir die ersten Öffnungen für Kulturveranstaltungen im Open-Air-Bereich. Doch bisher finden Open-Air-Veranstaltungen, die auch Tanzen ermöglichen, trotz tragfähigen, fundierten Konzepten und Studienergebnissen keine Berücksichtigung", heißt es bei der Arbeitsgruppe. Diese Konzepte seien in den vergangenen Monaten ausgearbeitet worden. "Es ist für viele, gerade ehrenamtliche, Veranstaltende zunehmend eine Kraftanstrengung die Konzepte ohne klare Rahmenbedingungen immer wieder neu zu konzipieren", erklärt Henry Alves, Mit-Organisator der Arbeitsgruppe und des Fuchsbau Festivals.

Tanzveranstaltungen als Modellprojekte

Wie ein Festival unter Pandemie-Bedingungen aussehen kann, zeigte sich in Lüneburg beim Lunatic-Festival Anfang Juni. Die Besucherinnen und Besucher feierten mit Masken und Abstand. Unter wissenschaftlicher Beobachtung wurde zuletzt in Hannover getanzt. Bei "Back to dance", initiiert von einigen Verantwortlichen der Open-Air-Projektgruppe, durften Gäste kommen und unter Einhaltung einiger Regeln feiern - beim ersten von vier Terminen mit Maske und Alkohol. Später wird auf die Maske verzichtet, während etwa das Gesundheitsamt das Ganze beobachtet. Das "Watt En Schlick"-Festival in Dangast wird laut Veranstalter vom 31. Juli bis 1. August stattfinden. Auch dort unter Beobachtung als Modellprojekt, aus dessen Erkenntnissen Abläufe optimiert werden sollen.

Positionspapier an die Politik

Solche Modellprojekte unterstützt das Bündnis: "Wir wollen und müssen gemeinsam mit der Politik die Rahmenbedingungen für diese Veranstaltungen ausarbeiten, damit wir im Sommer auch wieder gemeinsam mit anderen Menschen Festivalkultur erleben können." Im Frühjahr hatte das Bündnis ein Positionspapier mit Forderungen an die Politik vorgelegt.

Viele Festivals haben bereits abgesagt

Die Liste der Festivals, die bereits vor Wochen abgesagt haben, ist lang. Darunter eben die großen Veranstaltungen wie das Hurricane und das Deichbrand, aber auch das Fährmannsfest, das Masala-Weltbeat-Festival die A-Cappella-Woche in Hannover, das Weedbeat in Hildesheim und das Open R Festival in Uelzen. Weitere Absagen:

  • Refuse Festival in Peine - 30. und 31. Juli
  • Reggae Jam Festival in Bersenbrück (Landkreis Osnabrück) - 30. Juli bis 1. August 2021
  • Appletree Garden in Diepholz - 5. bis 7. August
  • Burning Q Festival in Fresißenbüttel (Landkreis Osterholz-Scharmbeck) - 6. und 7. August 2021
  • Rock den Lukas in Tarmstedt (Landkreis Rotenburg) - 6. und 7. August 2021
  • Hütte Rockt Festival in Georgsmarienhütte (Landkreises Osnabrück) 12. bis 14. August 2021
  • Reload Festival in Sulingen (Landkreis Diepholz) - 19. bis 21. August 2021
  • Südwinsen Festival in Südwinsen (Landkreis Celle) - 23. und 24. Juli 2021
  • Rock am Beckenrand in Wolfshagen (Landkreis Goslar) - 27. und 28. August 2021

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 27.04.2021 | 15:00 Uhr

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