Stand: 14.02.2020 06:49 Uhr

Weils Reise zur Künstlichen Intelligenz

Stephan Weil (SPD, l-r) steht im Unternehmen "Salt And Pepper Software" neben Nils Haldenwang, Bereichsleiter maschinelles Lernen, und Linus Edelkott, Entwickler für maschinelles Lernen. © dpa - Bildfunk Foto: Friso Gentsch
Ministerpräsident beim Ortstermin: Stephan Weil hat sich auf die Suche nach Künstlicher Intelligenz im Land gemacht.

Wer profitiert eigentlich von der Forschung an Künstlicher Intelligenz (KI)? Nur Großunternehmen? Aus Sicht von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) können auch mittelständische Betriebe im Land durchaus ihren Nutzen aus der Forschung ziehen. Niedersachsen sei das Mobilitätsland Nummer eins und das Agrarland Nummer eins. Gerade dafür erweise sich Künstliche Intelligenz als wichtig, etwa beim umweltgerechten Düngen oder dem autonomen Fahren. Weil bereiste jetzt Forschungseinrichtungen, Start-ups und Unternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz in Hannover, Osnabrück und Oldenburg.

VIDEO: KI: Ministerpräsident Weil informiert sich (3 Min)

Labore in Oldenburg und Osnabrück

Die Ansiedlung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) mit zwei Forschungslaboren in Oldenburg und Osnabrück im vergangenen Jahr sorge dafür, dass gerade auch mittelständische Firmen an anwendungsorientierter Forschung zu Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz beteiligt werden, so Weil weiter. Das DFKI wurde 1988 gegründet und ist in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen, Osnabrück, Oldenburg und Berlin vertreten sowie an einer Außenstelle in St. Wendel. Zu den Gesellschaftern gehören Dax-Unternehmen wie Deutsche Telekom oder Volkswagen.

Eigenständige Maschinen und fahrerlose Transporter

In Niedersachsen stehe auch die Zusammenarbeit mit Mittelständlern im Mittelpunkt, sagte ein Sprecher. Zu den Projekten gehört etwa eine planbasierte Robotersteuerung, zum Beispiel mit dem Ziel, eigenständig arbeitender Landmaschinen und fahrerloser Transportsysteme. In Oldenburg forscht ein Team mit der Erforschung und Entwicklung intelligenter Sensoren, die im Meer und anderen Gewässern Plastikmüll erfassen sollen.

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Aktuell | 13.02.2020 | 17:00 Uhr

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