Stand: 04.09.2020 10:53 Uhr

Weil fordert erneut Hilfen für Autoindustrie

Stephan Weil steigt aus einem Auto © dpa-Bildfunk Foto: Peter Steffen
Niedersachsens Ministerpräsident Weil sieht in der Automobilindustrie Tausende Arbeitsplätze bedroht. (Archivbild)

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat vor dem geplanten Autogipfel am Dienstag im Kanzleramt erneut Kaufprämien für Fahrzeuge gefordert. Er kündigte gemeinsame Vorschläge mit Bayern und Baden-Württemberg an. "Die Situation in der Automobilindustrie bereitet mir nach wie vor große Sorgen", sagte Weil der "Rheinischen Post". Impulse für die Nachfrage seien wegen der Corona-Krise weiter dringend erforderlich. Das gelte insbesondere auch für Tausende Zulieferbetriebe.

Söder schlägt CO2-Prämie vor

"Wir arbeiten an Vorschlägen, die noch überzeugender sind als die bisherigen", sagte Weil. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) brachte eine CO2-Prämie ins Spiel. Damit möchte er diejenigen belohnen, die ein Auto mit schlechter CO2-Bilanz durch einen Neukauf ersetzen. Vor der Sommerpause waren die Autoländer Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern mit ihrer Forderung nach einer Abwrackprämie bei der Bundesregierung auf Granit gestoßen.

SPD fordert "Zukunftspakt Automobil"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erteilte am Donnerstag erneuten Gesprächen über eine Prämie für Verbrennungsmotoren eine Absage. Um die Autoindustrie und die Zulieferer trotzdem zu unterstützen, hat die SPD-Bundestagsfraktion am Freitagmorgen ein Papier beschlossen, in dem sie einen sogenannten Zukunftspakt Automobil fordert. Laut der Beschlussvorlage, die NDR 1 Niedersachsen vorliegt, sollen Industrie, Gewerkschaften, Bund und Länder daran beteiligt werden. Außerdem soll es ähnlich wie für die Kohleregionen staatliche Strukturhilfen für die betroffenen Regionen geben, um den Wandel hin zur E-Mobilität abzufedern. Der Wolfsburger SPD-Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs sagte, dies sei wichtig, damit die Autoindustrie mittelfristig eine Perspektive in Deutschland behält.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 04.09.2020 | 10:00 Uhr

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