Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz. © NDR

Weil: Neue Höchstgrenze von 25 Personen bei Privatfeiern

Stand: 01.10.2020 17:13 Uhr

Wegen steigender Infektionszahlen plant Niedersachsen in der nächsten Corona-Verordnung ab dem 9. Oktober keine Lockerungen. Für private Feiern und Feste in Restaurants gelten neue Obergrenzen.

Feiern in den eigenen vier Wänden sollen in Niedersachsen zum Schutz vor dem Coronavirus auf maximal 25 Teilnehmer begrenzt werden. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil am Donnerstag in Hannover an. Die Vorschrift solle landesweit unabhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen im jeweiligen Landkreis gelten, sagte der SPD-Politiker. Ausgenommen davon seien Partys im Freien. Steigt die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche in einer Region auf mehr als 50, sollen sich nur noch zehn Menschen zu Hause treffen dürfen.

Obergrenze für Feiern in Restaurants steigt auf 100

Bisher gelten für Treffen zu Hause in Niedersachsen keine Beschränkungen. Die vergangenen Wochen hätten aber gezeigt, dass private Feiern ohne Hygienekonzepte ein Risiko für neue Infektionsherde seien, erklärte Weil. Die allgemeine Obergrenze für Feiern in Restaurants soll dagegen von 50 auf 100 Menschen angehoben werden, da dort die Regeln besser eingehalten werden könnten. Zuvor angedachte Lockerungen wie etwa die Wiedereröffnung von Diskotheken und Clubs werden bis auf Weiteres nicht umgesetzt. Das komplette neue Corona-Regelwerk will die Landesregierung in der kommenden Woche vorstellen, die bisherige Verordnung läuft am 8. Oktober aus.

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Falsche Angaben zur Person sind kein Kavaliersdelikt

Bereits Anfang der Woche hatte Weil eine Neubewertung der Lage angekündigt. So müsse ein Gast, der in einem Restaurant eine falsche Angabe zur Person gemacht habe, mit einem Mindestbußgeld von 50 Euro rechnen. Auch der Wirt könne zur Rechenschaft gezogen werden. Wie hoch ein solches Bußgeld in Niedersachsen ausfallen könnte, darüber müsse noch beraten werden, sagte Weil. Natürlich sei es schwer, den Gastwirt in die Haftung zu nehmen. Es sei aber wichtig, deutlich zu machen, dass falsche Namen auf Gästelisten kein Kavaliersdelikt seien.

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NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 30.09.2020 | 14:00 Uhr

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