Mehrere Personen stoßen mit Sektgläsern an. © picture alliance/dpa-Themendienst/Daniel Maurer Foto: Daniel Maurer

Weihnachtsfeiern: Niedersachsens Firmen halten sich zurück

Stand: 14.10.2021 07:04 Uhr

Normalerweise sind zu dieser Zeit die Planungen für zentrale Weihnachtsfeiern in den großen niedersächsischen Unternehmen voll im Gange. Wegen Corona fallen diese allerdings vielerorts erneut aus.

Einige Unternehmen haben angedeutet, auf zentrale Veranstaltungen zu verzichten. Sie begründen das mit einer Fürsorgepflicht für die Mitarbeitenden. Man müsse in der Corona-Pandemie achtsam bleiben, heißt es. Beschäftigte dürfen aber offenbar oftmals selbst entscheiden, ob sie kleinere Feiern durchführen wollen.

Was bedeutet die 3G-Regel?

Nur Geimpfte, Genesene oder Getestete (3G) erhalten Zutritt zu Innenräumen von Behörden und anderen Einrichtungen wie Restaurants, Kinos, Fitnessstudios oder Krankenhäusern. Ausgenommen sind Kinder unter sieben Jahren und minderjährige Schüler, die regelmäßig getestet werden. Bei einem niedrigen Corona-Risiko kann die Regelung ausgesetzt werden. Antigen-Schnelltests dürfen nicht älter als 24 Stunden sein, PCR-Tests nicht älter als 48 Stunden. Gäste von Beherbergungseinrichtungen müssen bei der Anreise einen negativen Test vorweisen und diesen alle 72 Stunden wiederholen. Bei der 2G-Regel reicht ein Test nicht aus, hier haben nur Geimpfte oder Genesene Zutritt.

Bei VW und Salzgitter AG ist Eigeninitiative gefragt

Bei Volkswagen gebe es bisher keine Planungen für umfangreiche Weihnachtsfeiern an den Standorten, hieß es. Betrieblich organisierte Feiern habe es in den vergangenen Jahren - also schon vor Corona - kaum noch gegeben. Diese seien den Teams vorbehalten geblieben. Der Stahlkonzern Salzgitter AG verfährt ähnlich. "Weihnachtsfeiern der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden bei uns gegebenenfalls privat organisiert", sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Conti hat eigene Richtlinien für Feiern

Continental setzt auf ein dezentrales Modell. "Weihnachtsfeiern sind an unseren deutschen Standorten unter Berücksichtigung der jeweiligen Bundesländer-Verordnungen sowie Hygiene- und Abstandsregeln grundsätzlich möglich", so eine Sprecherin. Darüber hinaus gebe es interne Richtlinien zu beachten. Alternativ zu echten Treffen seien "virtuelle" Veranstaltungen optional möglich. Bei der Deutschen Messe AG in Hannover ist noch keine Entscheidung gefallen. Man lasse eher Vorsicht walten. "Aktuell gibt es noch keine konkreten Überlegungen zu einer Weihnachtsfeier bei uns", so ein Sprecher.

TUI-Belegschaft trifft sich im kleinen Kreis - vielleicht

Der Reisekonzern TUI dürfte während der Festtage viel zu tun haben, wenn die Kunden in wärmere Urlaubsregionen unterwegs sind. Die Belegschaft am Hauptsitz will sich - wenn überhaupt - eher im kleinen Kreis treffen, wie ein Sprecher sagte. Eine zentrale Veranstaltung sei nicht geplant.

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