Ein Weihnachtsstern hängt in der St. Johannis Kirche in Lüneburg. © dpa-Bildfunk Foto: Philipp Schulze

Weihnachten: Kirchen hoffen auf Präsenz-Gottesdienste

Stand: 05.12.2021 12:57 Uhr

Erneut muss Weihnachten unter Pandemie-Bedingungen gefeiert werden. Die Kirchen setzen dennoch auf Präsenz-Gottesdienste. Aus Osnabrück und Hildesheim werden die Messen im Internet übertragen.

Wie genau es Weihnachten mit den Gottesdiensten aussehen wird, vermag aufgrund der Pandemie-Dynamik kaum jemand vorherzusagen. In der kommenden Woche soll in Niedersachsen eine neue Corona-Verordnung in Kraft treten. Die Kirchen hoffen, dass sich diese auch über die Feiertage erstrecken wird. Im Detail werden die Lösungen in den evangelischen und katholischen Gemeinden voraussichtlich unterschiedlich aussehen.

Gilt 3G oder sogar 2G?

Gottesdienste in Präsenz werden wie in den vergangenen Wochen und Monaten auch nur mit deutlich reduzierten Besucherkapazitäten, klaren Hygienekonzepten, Abstandsgeboten sowie Listen zur Kontaktnachverfolgung geplant, heißt es. "Wir empfehlen unseren Gemeinden zudem eine 3G- oder eine 2G-Regelung", sagte der Sprecher der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Benjamin Simon-Hinkelmann. Bei 3G haben vollständig Geimpfte, Genesene und Getestete Zutritt, bei 2G nur Geimpfte und Genesene. In diesem Fall würde der Personenkreis der Nicht-Geimpften ausgeschlossen. Die Entscheidung darüber liege aber bei jeder Kirchengemeinde selbst, sagte Simon-Hinkelmann.

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Bistum verweist auf Grundrecht auf Religionsausübung

Im katholischen Hildesheimer Dom St. Mariä Himmelfahrt können in normalen Zeiten an besonderen Festtagen wie Weihnachten mehr als 800 Menschen sitzend und stehend an Gottesdiensten teilnehmen. Nun sind es unter Corona-Bedingungen maximal 80. "Vor der Pandemie waren viele Kirchen an Weihnachten proppenvoll. Das geht im Moment ganz sicher nicht", sagte Bistumssprecher Volker Bauerfeld. Er verwies jedoch mit Blick auf mögliche 2G- oder 3G-Einschränkungen auf die Bedeutung des Grundrechts auf Religionsausübung, die im Grundgesetz festgehalten ist. Die bisherigen Vorkehrungen wie Abstands- und Hygieneregeln und Vorgaben zur Kontaktnachverfolgung würden von Pfarrgemeinden und den Gottesdienstbesuchenden mit hoher Disziplin eingehalten, versicherte Bauerfeld.

Hildesheim und Osnabrück streamen Gottesdienste im Internet

Auch im Bistum Osnabrück laufen die Vorbereitungen auf die Weihnachtszeit. "Wir gehen davon aus, dass es Präsenzgottesdienste gibt", sagte der stellvertretende Bistumssprecher Thomas Arzner. Natürlich würden die Gottesdienste gemäß der aktuellen Bundes- und Landesverordnung gefeiert. Der Gottesdienst im Dom am 24. Dezember mit Bischof Franz-Josef Bode solle aber zusätzlich im Internet gestreamt werden. Auch aus Hildesheim sollen die Messen an Heiligabend, dem ersten Weihnachtstag sowie Silvester und Neujahr live gestreamt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 06.12.2021 | 07:00 Uhr

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