VIDEO: Familienbesuche zu Weihnachten: Wer fährt und warum? (2 Min)

Weihnachten: Das ist in Niedersachsen zum Fest erlaubt

Stand: 23.12.2020 15:21 Uhr

In der neuesten Corona-Verordnung regelt Niedersachsen, wie viele Menschen sich an Weihnachten treffen dürfen. Die Ausnahme von den aktuellen Kontaktbeschränkungen gilt nur vom 24. bis 26. Dezember.

"Weihnachten ist ein ganz besonderes Fest", betonte die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder. Es sei ein Fest der Geselligkeit, an dem sich Menschen treffen, die sich vielleicht das ganze Jahr über nicht sehen. "Wenn wir verhindern wollen, dass dieses Virus ganz gesellig mitfeiert", müssten die Kontakte aber auch über Weihnachten reduziert werden, so Schröder. Allerdings gibt es über die Feiertage, vom 24. bis einschließlich 26. Dezember, klar definierte Lockerungen.

Eigener Hausstand plus vier Personen

So darf sich der eigene Hausstand mit bis zu vier weiteren Personen treffen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei nicht mit. Wie ein Sprecher des Sozialministeriums auf Anfrage von NDR.de bestätigte, gilt dies für alle Kinder, die ihren 15. Geburtstag noch nicht gefeiert haben. Die Menschen, die zusammenkommen, müssen allerdings aus dem engsten Familienkreis stammen oder Verwandte in gerader Linie sein.

Folgende Personen sind laut Verordnung zugelassen:

  • Ehegattinnen, Ehegatten
  • Lebenspartnerinnen, Lebenspartner
  • Partnerinnen und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft
  • Eltern, Großeltern, Urgroßeltern
  • Kinder, Enkelkinder, Urenkelkinder
  • Geschwister und Geschwisterkinder

Auch die Mitglieder aus deren jeweiligem Hausstand dürfen dabei sein. Insgesamt dürfen es aber nicht mehr als vier Personen über 14 Jahren zusätzlich zum gastgebenden Haushalt sein.

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Ein Virus schwebt vor einer Menschenmenge (Fotomontage) © panthermedia, fotolia Foto: Christian Müller

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Übernachtung des Familienbesuchs in Hotel möglich

Die An- und Abreise von Weihnachtsgästen muss innerhalb dieser drei Tage erfolgen. Wer schon vorher mit mehr als fünf Personen oder mehr als zwei Haushalten zusammenkommt, verstößt gegen die Corona-Verordnung. Dasselbe gilt, wenn der Besuch länger als bis zum 26. Dezember bleibt. Erlaubt ist in Niedersachsen die Unterbringung des Familienbesuchs in einem Hotel. Die Außer-Haus-Unterbringung erachtet die Landesregierung aber gerade bei kleineren Wohnungen als sinnvoll, heißt es. Touristische Übernachtungen sind aber weiterhin untersagt.

Rückkehr zur geltenden Besuchsregel ab 27. Dezember

Ab dem 27. Dezember gelten laut Schröder dann auch für Familien wieder die aktuellen Kontaktbeschränkungen: Dann dürfen sich wieder nur noch zwei Hausstände mit maximal fünf Personen treffen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre zählen hier ebenfalls nicht mit. Diese Regelung gilt für Personen, die sich statt mit der Familie mit Freunden treffen wollen, auch während der Weihnachtstage.

Polizei kann bei Verstößen einschreiten

Die Einhaltung der Regeln soll mit Bedacht überprüft werden. Nach Angaben der Landesregierung ist nicht zu erwarten, dass es während der Bescherung plötzlich an der Haustür klingelt, solange die Feierlichkeiten im Rahmen bleiben. Wenn allerdings zahlreiche Autos vor dem Haus stehen oder eine Ruhestörung gemeldet wird, wird die Polizei eingreifen und die Feier auflösen.

Anmeldepflicht für Gottesdienste

Dichtes Gedränge an Weihnachten in den Kirchen soll es in diesem Jahr ebenfalls nicht geben. "Wenn zu erwarten ist, dass die Besucherzahlen hoch sein werden, muss es ein striktes Anmeldeverfahren geben", sagte Schröder. So sollen die Kirchen und Gotteshäuser steuern können, wann die Plätze in den Räumlichkeiten ausgeschöpft sind. Darüber hinaus muss der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen eingehalten werden - und für alle gilt Maskenpflicht. Gesungen werden darf nicht. Einige Gemeinden haben wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen bereits ihre Präsenz-Gottesdienste abgesagt.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 23.12.2020 | 16:00 Uhr

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