Corona-Warnstufe 2 und 3: Niedersachsen denkt über 2G nach

Stand: 31.08.2021 21:30 Uhr

In der nächsten Corona-Verordnung will die niedersächsische Landesregierung definieren, welche Maßnahmen beim Eintreten der Warnstufen 2 und 3 eingeführt werden.

Die Landesregierung werde die nächsten Eskalationsstufen verursachungsorientiert entwickeln, so wie es das Oberverwaltungsgericht Lüneburg vorgegeben habe, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Dienstag in der wöchentlichen Pressekonferenz des Krisenstabs. Wenn es zu höheren Infektionen und einer höheren Belastung in den Krankenhäusern komme, müsse geschaut werden, woran das liegt. Da fast ausschließlich Menschen an Covid-19 erkrankten, die weder geimpft noch genesen seien, "wird durchaus auch über 2G in Niedersachsen nachgedacht", betonte Pörksen. Im Übrigen werden bis Ende September, wenn die neue Verordnung Kraft treten soll, alle Menschen die Möglichkeit gehabt haben, sich impfen zu lassen, so die Regierungssprecherin.

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Regierungssprecherin Anke Pörksen bei der Landespressekonferenz des Corona-Krisenstabes Niedersachsen. © NDR
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Impfzentren bereiten sich auf Ende des Betriebs vor

Wer bislang nicht geimpft wurde, kann sich in dieser Woche noch in einem der 50 Impfzentren des Landes eine Erstimpfung gegen das Coronavirus geben lassen. Ab dem 6. September werden dann in den Impfzentren nur noch Zweitimpfungen oder der Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson verabreicht, wie die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder, sagte. Hintergrund ist, dass die Impfzentren zum 30. September ihren Betrieb einstellen und das Land die Menschen "nicht mit nur einer Impfung da stehen lassen wolle", sagte Schröder. Sie wies noch einmal darauf hin, dass in dieser Woche alle Impfzentren im Land Sonderaktionen für junge Menschen anbieten - unter anderem seien fast überall Impfungen ohne Termin möglich.

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Eine dritte sogenannte Booster-Impfung, wie sie jetzt unter anderem allen Altersgruppen in Israel angeboten wird, wird es in Niedersachsen laut Schröder vorerst nur für ältere Menschen und chronisch Kranke geben, deren Immunsystem etwa durch Medikamente unterdrückt wird. Für Ältere empfehle die Ständige Impfkommission (Stiko) einen Abstand zwischen der zweiten und dritten Impfung von sechs Monaten, sagte Schröder. Entsprechend würden in Niedersachsen im Herbst mobile Teams die Auffrischungsimpfungen in dieser Altersgruppe durchführen. Chronisch kranke Menschen würden von ihren Fach- oder Hausärzten geimpft. Für die übrigen Personenkreise gebe es aktuell keine Empfehlung der Stiko für eine dritte Impfung. Schröder zufolge "vernebelt die Diskussion über eine dritte Impfung, dass uns in der Pandemie-Bewältigung nur die Erhöhung der Impfquote hilft". Deshalb müssten sich alle Anstrengungen darauf fokussieren, möglichst viele der noch ungeimpften Menschen zu impfen.

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NDR 1 Niedersachsen | Hallo Niedersachsen | 31.08.2021 | 19:30 Uhr

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