Stand: 03.09.2020 18:30 Uhr

Viele Kinder vor Einschulung nicht untersucht

Eine Ärztin untersucht den Mundraum eines Kindes. © picture alliance / dpa Foto: Markus Scholz/dpa
Nicht alle Kinder konnten in diesem Jahr an der Schuleingangsuntersuchung teilnehmen. (Themenbild)

Der Landeselternrat hat kritisiert, dass in diesem Jahr in Niedersachsen nicht flächendeckend Schuleingangsuntersuchungen gemacht werden konnten. Das sei problematisch, weil mit dem Test auch festgestellt werde, ob ein Kind überhaupt für die Schule bereit ist. Ohne Schuleingangsuntersuchung könne zudem auch ein Förderbedarf nicht früh genug bemerkt werden, sagte die Vorsitzende des Landeselternrats, Cindy Patricia Heine, NDR 1 Niedersachsen.

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Große Unterschiede zwischen den Landkreisen

Wegen der Corona-Pandemie konnten die Schulanfänger nicht wie sonst im Frühjahr getestet werden. Nach NDR Informationen gibt es nun ein erhebliches Gefälle zwischen den Regionen: So wurde in den Landkreisen Rotenburg und Emsland nur jedes zweite Kind vor der Einschulung getestet, in Wilhelmshaven sogar nur jedes dritte. Besser sieht es dagegen in den Landkreisen Diepholz und im Heidekreis aus: Hier wurden nahezu alle Kinder untersucht.

Ein Viertel der Kinder hat Förderbedarf

Die Landkreise seien nach den Einschränkungen wegen der Pandemie unterschiedlich mit den Tests umgegangen, sagte Elke Bruns-Philipps vom Landesgesundheitsamt. Einige Kreise hätten versucht, die Tests nachzuholen. Andere hätten sich vorrangig auf Kinder konzentriert, bei denen ein Förderbedarf bekannt war. Das ist laut Bruns-Philipps bei etwa einem Viertel aller Kinder der Fall.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 03.09.2020 | 18:00 Uhr

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