Stand: 27.02.2020 20:31 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Verkehrstote: Leichter Rückgang im Norden

Bundesweit ist die Zahl der Verkehrstoten auf einen historischen Tiefstand gesunken. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes starben im Vorjahr 3.059 Menschen im Straßenverkehr - 216 Personen weniger als 2018 (Minus 6,6 Prozent). Auch auf den Straßen im Norden starben im Vorjahr weniger Menschen - die Entwicklung ist aber nicht ganz so deutlich wie im Bundestrend: In Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen ist die Zahl der Verkehrstoten leicht angestiegen. Dagegen verzeichnet Schleswig-Holstein einen Rückgang von 18,9 Prozent. Hamburg liegt dagegen im Bundestrend - mit einem Rückgang von 6,9 Prozent. Insgesamt starben auf norddeutschen Straßen 655 Menschen - sechs weniger als im Jahr 2018.

Niedersachsen mit starkem Anstieg

Die meisten tödlichen Unfälle im Norden ereigneten sich in Niedersachsen. Dort starben 432 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr, das sind 14 mehr als im Vorjahr (3,3 Prozent). Bundesweit gab es nur in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg mehr tödliche Unfälle. An der Spitze steht Niedersachsen, wenn es um die absolute Zunahme von Verkehrstoten gibt - dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern (+3) und Bremen (+2).

MV: Mehr Tote aber weniger Verletzte

Einen Anstieg der Verkehrstoten verzeichnen die Statistiker für Mecklenburg-Vorpommern. Dort kamen 89 Menschen ums Leben. Das sind drei tödliche Unfälle mehr als 2018 (3,5 Prozent). Verletzt wurden 6.893 Menschen - das sind 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Laut den Statistikern ist das Risiko hier im Straßenverkehr zu sterben besonders hoch: Mit 55 Todesopfern je 1 Million Einwohner liegt Mecklenburg-Vorpommern bundesweit an zweiter Stelle.

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Schleswig-Holstein mit deutlichem Rückgang

Auf Schleswig-Holsteins Straßen kamen im Vorjahr 99 Menschen ums Leben und damit 23 weniger als 2018. Das ist im bundesweiten Vergleich der dritthöchste Wert hinter Sachsen und dem Saarland. Auch die Zahl der Verunglückten im Straßenverkehr ging zurück, um 0,8 Prozent auf 15.908.

In Hamburg gab es 27 Tote bei Unfällen, zwei weniger als im Jahr zuvor (6,9 Prozent). Das entspricht in etwa dem Bundesdurchschnitt. Verletzt wurden 9.260 Menschen, ein Minus von 4,7 Prozent. In Bremen kamen acht Menschen im Straßenverkehr ums Leben, zwei mehr als 2018 (33,3 Prozent).

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.02.2020 | 09:00 Uhr

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