Stand: 27.08.2020 21:11 Uhr

Vechta: Exxon-Konzern darf mehr Erdgas fördern

Das Exxon-Logo auf einer Anzeigetafel. © dpa picture alliance Foto: Richard Drew
Der Exxon-Konzern möchte die Gasförderung in Vechta ausweiten. (Archivbild)

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie hat dem Exxon-Konzern genehmigt, künftig an der Stadtgrenze von Vechta weit mehr Erdgas zu fördern als bisher. An der Förderstelle Z23 sollen künftig mehr als 500.000 Kubikmeter Erdgas am Tag gefördert werden, etwa doppelt so viel wie bisher. Die Menge entspräche einem Verkaufspreis von über 250.000 Euro.

Der Naturschutzbund befürchtet Erbeben

Da das Bohrloch am Stadtrand von Vechta liegt, fürchtet der Naturschutzbund, dass Erdbeben direkt in der Stadt wahrscheinlicher werden. Eine Studie des Landesbergamtes aus dem Mai unterstützt diese These. Ähnliche Erfahrungen hätten auch Nachbarkreise gemacht, sagte ein Sprecher des Naturschutzbundes NDR 1 Niedersachsen. Für Betroffene sei es hinterher schwierig, den Zusammenhang zu beweisen, zumal nahe dem Gasbohrloch auch Wasser gefördert werde. Der Bescheid des Bergamtes ist seit Donnerstag öffentlich ausgelegt, Klagen dagegen sind noch möglich.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 27.08.2020 | 09:30 Uhr

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