Ein Paar in warmen Jacken und mit Rucksack sitzt am Strand und blickt auf das Meer. © photocase.de Foto: Nordreisender

Urlaub und Corona: Verbraucherschützer warnen vor Problemen

Stand: 15.03.2021 21:30 Uhr

Reisen stehen bei den Menschen weiter hoch im Kurs, die Corona-Pandemie bremst allerdings die Planung. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät am heutigen Weltverbrauchertag, auf Details zu achten.

Ein großes Ärgernis ist nach Ansicht der Verbraucherschützer die Vorkasse-Praxis in der Reisebranche - vor allem in Corona-Zeiten. Die Verbraucherzentrale fordert schon seit Längerem, dies in der Reisebranche abzuschaffen oder zumindest deutlich zu reduzieren. Das Problem: Wenn Urlauberinnen und Urlauber erst einmal angezahlt hätten, dann sei es für sie im Falle einer kurzfristigen Reiseabsage schwer, das Geld wiederzubekommen. Das sagte Tiana Preuschoff, Reise-Expertin der niedersächsischen Verbraucherzentrale, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet.

"Reisen in Corona-Zeiten": Webseminar am Dienstag

  • Die Verbraucherzentrale Niedersachsen beantwortet am Dienstag Fragen rund ums Thema "Reisen in Corona-Zeiten".
  • An dem Webseminar auf der Homepage der Verbraucherzentrale kann ab 12 Uhr jede/r Interessierte teilnehmen.

Wurde das Kleingedruckte in den AGB angepasst?

Reise-Anbieter ignorieren den Angaben zufolge immer wieder Kundinnen und Kunden, die - zu Recht - die angezahlte Summe zurückfordern. Wer sich jetzt für einen Urlaub entscheidet, dem rät Preuschoff, das Kleingedruckte im Vertrag genau durchzulesen. Denn auch Reiseunternehmen hätten aus dem vergangenen Corona-Sommer gelernt. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) seien entsprechend angepasst worden. Man müsse daher ganz genau gucken, wie die Details formuliert sind - und unter welchen Bedingungen man von einem Vertrag zurücktreten kann.

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Fragen vor dem Buchen klären

Zudem empfehlen die Verbraucherschützer, früh Absprachen zu treffen. Konkret heißt das: Man kann eine Menge Ärger vermeiden, wenn man beispielsweise mit dem Vermieter einer Ferienwohnung schon beim Buchen die Frage klärt: "Was passiert, wenn die Reise doch nicht stattfindet?" Probleme kann es laut Verbraucherzentrale auch immer geben, wenn über einen Vermittler gebucht wird. Bei einer kurzfristigen Reiseabsage beginne dann nicht selten ein Schwarzer-Peter-Spiel, in dem der Veranstalter auf den Vermittler verweist und umgekehrt. Auf den Kosten blieben am Ende häufig die Verbraucherinnen und Verbraucher sitzen, hieß es.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.03.2021 | 08:00 Uhr

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