Stand: 18.02.2019 08:44 Uhr

US-Strafzölle: Althusmann sieht "nur Verlierer"

Die USA planen Strafzölle auf den Import europäischer Autos. Das würde den Wolfsburger Autobauer Volkswagen hart treffen. (Archivbild)

Die drohenden US-Strafzölle auf europäische Autos sorgen bei Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) für Irritationen. Besonders die Begründung, dass Autoimporte eine Gefahr für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten darstellen sollen, erschließe sich ihm nicht. Ein solcher Kurs produziere am Ende nur Verlierer, heißt es weiter in einem Statement. Allein die deutschen Automobilhersteller sorgten in den USA für mehr als 100.000 Arbeitsplätze und starke Produktionsstandorte, so Althusmann, der Aufsichtsratsmitglied bei VW ist.

Althusmann setzt auf Gespräche der EU

Zu Jahresbeginn habe Volkswagen zum Beispiel angekündigt, in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee sein erstes amerikanisches Werk für Elektroautos mit rund 1.000 neuen Arbeitsplätzen zu bauen. VW sei zudem Sponsor der US-Fußballnationalmannschaft, sagte Althusmann weiter. Der Minister hofft nun auf zügige Gespräche zwischen der EU und den USA.

VW mit US-Regierung im Gespräch

Auch der Wolfsburger Autokonzern Volkswagen hofft auf den Dialog. Der Konzern spreche konstruktiv mit der US-Regierung, hieß es von VW. Durch die Kooperationen mit Ford und Microsoft zeige VW außerdem, wie zuversichtlich das Unternehmen auf die eigene Zukunft im US-Markt blicke.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Aktuell | 18.02.2019 | 09:00 Uhr

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