Stand: 09.06.2020 08:09 Uhr

Trotz Corona-Lockerung: Kritik von Reisebus-Branche

Ein Reisebus vor dem Landtag Hannover. Darauf steht die Forderung "Zuschüsse sofort". © NDR
Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen kritisiert, dass unter diesen Auflagen kein Unternehmen wirtschaftlich arbeiten kann. (Themenbild)

Die Reisebus-Branche in Niedersachsen hat trotz gelockerter Corona-Regeln weiter mit Problemen zu kämpfen. Seit dieser Woche können die Unternehmen wieder Fahrten anbieten. Die Auflagen seien aber zu streng, heißt es vom Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen. Jede zweite Reihe muss unbesetzt bleiben und in den verbliebenen Reihen müssen Fahrgäste aus verschiedenen Haushalten den gängigen Mindestabstand einhalten.

Busse nur zu einem Viertel besetzen

"Unter diesen Auflagen können wir die Busse nur zu einem Viertel mit Fahrgästen besetzen", sagte Michael Kaiser, Landesgeschäftsführer für die Omnibusbranche. Das könne sich kein Unternehmen leisten. Allein in den ersten zehn Wochen der Corona-Krise habe die Branche landesweit 19 Millionen Euro weniger eingenommen.

Gleiche Bedingungen wie in Zügen gefordert

Kaiser fordert, dass für Reisebusse die gleichen Regeln gelten wie für Fernbusse, Züge und Flüge: Maskenpflicht für alle und dafür kein Mindestabstand. Er moniert zudem, dass in jedem Bundesland andere Auflagen gelten. Sollten die Ministerpräsidenten bei ihrem Treffen in dieser Woche keine einheitlichen Regeln beschließen, denke der Verband über eine Klage nach, so Kaiser.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 09.06.2020 | 07:00 Uhr

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