Stand: 04.10.2018 11:22 Uhr

Trockener Sommer könnte Grünkohl teurer machen

Herbstzeit ist Kohlzeit. Besonders beliebt ist in Niedersachsen der Grünkohl. Der wird in diesem Jahr wohl allerdings teurer. Denn wegen des Dürre-Sommers war die Aufzucht für Landwirte besonders arbeits- und kostenintensiv, wie ein Sprecher der niedersächsischen Landwirtschaftskammer sagte. Wegen des heißen und trockenen Sommers hätten die Kohlfelder künstlich beregnet werden müssen. Das habe deutlich höhere Betriebskosten verursacht als in den Jahren zuvor. Wie tief der Verbraucher in diesem Jahr in die Tasche greifen muss, das lässt sich laut Experten noch nicht sagen.

Kleine Grünkohpflanzen auf einem Grünkohlfeld

Nach Missernte: Alternativen zum Grünkohl

Hallo Niedersachsen -

Wegen des trockenen Sommers könnte Grünkohl in diesem Jahr zur Mangelware werden. Olaf Kretschmer hat sich das Ausmaß der Misere zeigen lassen und einen Küchenchef um Rat gefragt.

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30 Prozent Einbußen bei frühen Grünkohl-Sorten

Bei der laufenden Ernte stimmten zumindest Menge und Qualität, sagte der Geschäftsführer der ELO-Frost in Langförden bei Vechta, Mathias Rikus. Die Erzeugergemeinschaft vertreibt rund 80 Prozent des niedersächsischen Tiefkühl-Grünkohls. Bei den frühen Sorten verzeichneten die Landwirte bereits rund 30 Prozent geringere Erträge. Ein noch größeres Problem haben laut Rikus Produzenten von Grünkohl-Konserven. Denn die bezögen ihren Grünkohl meistens aus Nordrhein-Westfalen und aus dem Rheinland. Dort hätten die Landwirte teilweise Ernteausfälle von bis zu 50 Prozent zu verkraften, sagte Rikus.

Der Standort bestimmt den Ertrag

Nach Angaben der Landwirtschaftskammer hängt die Ertragsmenge erheblich vom Standort ab. Vor allem davon, ob die Anbauflächen beregnet werden konnten oder nicht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 04.10.2018 | 12:00 Uhr

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