In einer Sporthalle schreiben Schüler Abitur unter Corona-Bedingungen. © picture alliance/dpa/Felix Kästle Foto: Felix Kästle

Tonne verteidigt Festhalten an Abiturprüfungen

Stand: 09.04.2021 07:31 Uhr

Die Kultusministerkonferenz hat am Donnerstag beschlossen, dass die Abiturprüfungen trotz der Corona-Krise stattfinden. Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) begrüßt die Entscheidung.

Absage-Debatten seien völlig fehl am Platze und gingen zu Lasten der jungen Menschen, betonte Tonne im Anschluss an das Treffen. Die Prüfungen würden unter höchsten Hygiene- und Sicherheitsstandards durchgeführt. Außerdem hätten sich die Konferenzteilnehmer auf einen stabilen Rahmen geeinigt, damit die Prüfungen länderübergreifend anerkannt werden.

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Tonne: "Keiner muss Nachteile befürchten"

In Niedersachsen soll die erste Abiturklausur am 19. April im Fach Geschichte geschrieben werden, die letzte am 11. Mai im Fach Physik. Vom 17. Mai bis 9. Juni sind Nachschreibtermine geplant. Das Kultusministerium hatte diese Termine bereits Anfang März in einem Erlass an die rund 450 betroffenen Schulen bestätigt. Der Zeitplan solle auch dann nicht geändert werden, wenn zum Zeitpunkt der Prüfungen einzelne oder alle Schulen im Wechsel- oder sogar im Distanzunterricht sind. Es werde jedoch nur der Lernstoff abgefragt, der auch tatsächlich behandelt wurde, versicherte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) den Schülern damals: "Wir sichern faire Prüfungen zu, keiner muss Nachteile wegen Corona befürchten."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 09.04.2021 | 08:00 Uhr

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