VIDEO: Rettet den Landarzt! (44 Min)

Studie: Wird Landarztmangel schwerwiegender als gedacht?

Stand: 27.05.2021 19:26 Uhr

Die Robert-Bosch-Stiftung schlägt Alarm. Laut einer neuen Studie droht in rund der Hälfte der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte bis 2035 ein Ärztemangel.

Besonders im ländlichen Raum gingen in den kommenden 14 Jahren viele Medizinerinnen und Mediziner in Rente. Im Nordwesten Niedersachsens betreffe dies in diesem Zeitraum rund 2.400 niedergelassene Ärzte. Dramatisch sei es beispielsweise im Landkreis Osnabrück, wo ein Rückgang von 47 Prozent erwartet werde. Das wäre der höchste Wert in Niedersachsen. Im Emsland wird mit einem Minus von 43 Prozent gerechnet. In den Landkreisen Leer, Cloppenburg und Hildesheim könnten der Studie zufolge rund ein Drittel der Ärzte fehlen. Als Gründe nennt die Stiftung unter anderem veränderte Berufsvorstellungen der nachkommenden Ärztegeneration.

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Ein Taxi auf dessen Dach ein Schild mit der Aufschrift "ARZT NOTEINSATZ" montiert ist.
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Mit Studienplätzen und Landarztquote gegen Mangel

Das Land Niedersachsen und die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN), der alle niedergelassenen Ärzte des Landes angehören, versuchen seit einiger Zeit, diesem Mangel entgegen zu wirken. Durch zusätzliche Studienplätze, Stipendien und einer sogenannten Landarztquote sollen mehr junge Medizinerinnen und Mediziner in die Regionen gelockt werden.

Stiftung fordert lokale Gesundheitszentren

Das Problem: Diejenigen Studenten, die von den zusätzlichen Plätzen profitieren, werden bis 2030 nicht fertig ausgebildet sein. Die Robert-Bosch-Stiftung plädiert in ihrer Studie deswegen dafür, dass die Länder sogenannte Gesundheitszentren aufbauen, damit Fach- und Hausärzte zusammen mit Pflegekräften in einem Haus sind.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.05.2021 | 08:00 Uhr

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