Ein Arzt gibt einer jungen Frau eine Covid-19 Impfung. © picture alliance/dpa/Marijan Murat Foto: Marijan Murat

Studentenvertretung fordert Impfzentren an den Universitäten

Stand: 01.07.2021 18:26 Uhr

Die Studentenvertretung in Niedersachsen fordert Impfzentren und Teststrukturen an den Unis, um die Rückkehr in die Präsenzlehre zu ermöglichen. Zudem kritisiert sie bisherige Maßnahmen des Landes.

Die bislang erfolgte Unterstützung der Hochschulen durch das Land, etwa bei der Beschaffung von Impfstoffen, Luftfilteranlagen oder Teststrukturen, halten die Studentenvertreter für unzureichend. Die Landesregierung könne sich nicht weiter unter dem Deckmantel der Freiheit der Universitäten ihrer Verantwortung entziehen. "Hier fordern wir endlich ein stärkeres Engagement", teilte der Zusammenschluss der Studentenvertretungen in Niedersachsen am Donnerstag mit.

Studentenvertretung: Auch digitale Lehre anbieten

Zusätzlich zu Impf- und Testmöglichkeiten an den Hochschulen sprechen sich die Studierendenvertreter auch für einen Rückkehrplan sowie die Erstellung eines Hygienekonzept für die Hochschulen aus. Für alle Studierenden, die aus unterschiedlichen Gründen digital am Wintersemester teilnehmen wollen, müssten zudem die entsprechenden Möglichkeiten in Form eines "Hybridmodells" bestehen. Insbesondere mit Blick auf die Delta-Variante des Coronavirus sei aber auch klar, dass es "keine Öffnungen der Hochschulen um jeden Preis geben darf". Der Gesundheitsschutz habe weiterhin oberste Priorität.

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Thümler: Geimpften Studenten ebnen Weg zu Präsenzbetrieb

Wissenschaftsminister Björn Thümler CDU) und Joachim Schachtner, Vorsitzende der Landeshochschulkonferenz, warben unterdessen bei den Studierenden dafür, sich zeitnah in Impfzentren oder Arztpraxen impfen zu lassen. "Eine rechtzeitige Immunisierung eines möglichst großen Anteils der Studierenden und Lehrenden ist somit von entscheidender Bedeutung für die erfolgreiche und vor allem möglichst gesicherte Rückkehr zum Normalbetrieb", sagte Schachtner. Angestrebt werde eine möglichst weitgehende Rückkehr zum Präsenzbetrieb zum Wintersemester, sofern dies die Situation zulasse. "Alle Studierenden, die sich jetzt impfen lassen – oder bereits geimpft sind – ebnen hierfür den Weg", sagte Thümler.

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FDP fordert Einsatz von Impfteams an Universitäten

Zuvor hatte sich bereits die FDP-Landtagsfraktion für den Einsatz von mobilen Impfteams für die Corona-Impfung in Hochschulen ausgesprochen. "Wenn bald genug Impfstoff vorhanden ist und mobile Impfteams wieder verstärkt zum Einsatz kommen, sollten diese vor allem auch die Hochschulen besuchen", sagte die niedersächsische FDP-Gesundheitsexpertin Susanne Schütz. Dort ließen sich viele impfwillige Studierende erreichen, die bisher kaum Chancen auf eine Impfung hatten. An den Berufsbildenden Schulen wäre eine Abfrage der Impfbereitschaft ebenfalls sinnvoll, so Schütz. "Wenn mit den Impfungen dieser beiden Gruppen zeitnah begonnen wird, haben sie im kommenden Semester und Schuljahr gute Chancen, endlich in eine sichere Präsenzlehre zurückkehren zu können."

Zwei neue Schnelltestzentren an Uni Osnabrück

Die Universität Osnabrück hat unterdessen zwei Corona-Schnelltestzentren neu eingerichtet. Sie sollen Mitarbeitenden und Studierenden an den Standorten Innenstadt und Westerberg ermöglichen, sich unkompliziert testen zu lassen. Die Testzentren sollen langfristig bestehen bleiben, auch mit Blick auf das anstehende Wintersemester, sagte ein Sprecher. Denn man wolle ab Herbst wieder mehr Präsenzbetrieb möglich machen. Aktuell finden nur wenige Prüfungen und Seminare vor Ort statt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 01.07.2021 | 06:30 Uhr

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