Stand: 24.10.2019 20:03 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Straßenbaubehörde verliert 900 Mitarbeiter an Bund

Zwei Bauarbeiter stehen auf einer Autobahnbaustelle zwischen zwei Feldern. ©  picture alliance/dpa-Zentralbild Foto: Robert Michael
Die für das Jahr 2021 geplante Reform der Bundesfernstraßenverwaltung wirkt sich auf Niedersachsens Straßenbaubehörde aus.

Auf Niedersachsens Straßenbaubehörde rollen eine umfangreiche Veränderungen zu. Grund ist eine Reform der Bundesfernstraßenverwaltung: Das bisher praktizierte Modell, dass der Bund als Eigentümer lediglich das Geld für Planung, Bau und Betrieb von Autobahnen und Bundesfernstraßen gab, soll ab dem Jahr 2021 der Vergangenheit angehören. Stattdessen soll eine Autobahngesellschaft des Bundes die komplette Verantwortung bekommen. Diese Kompetenzbeschneidung wirkt sich für Niedersachsens Straßenbaubehörde personell aus. Rund 900 der 3.250 Mitarbeiter werden die Behörde dann verlassen und zum Bund wechseln, teilte das Verkehrsministerium in Hannover am Donnerstag mit.

Alle Standorte sollen erhalten bleiben

Jeder Mitarbeiter könne an seinem Arbeitsort bleiben, hieß es. Auch auf die Zahl der Standorte soll die neue Zuordnung keine Auswirkung haben: Alle 13 Standorte der Landesbehörde sowie 55 Straßenmeistereien sollen erhalten bleiben. Um die verbleibenden Aufgaben zu bündeln, sollen jeweils zwei Geschäftsbereiche künftig kooperieren.

Althusmann: "Es gibt viel zu tun"

Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) geht nicht davon aus, dass es den Landesbehörden nach dem Wechsel der Zuständigkeiten an Arbeit mangeln wird. Der Bundesverkehrswegeplan 2030 sehe für Niedersachsen rund 100 Ortsumgehungen vor, hinzu kämen Hunderte Brücken, die in den kommenden 20 bis 30 Jahren saniert oder neu gebaut werden müssten. "Es gibt viel zu tun", sagte Althusmann.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 25.10.2019 | 08:00 Uhr

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