Stand: 12.08.2020 12:19 Uhr  - NDR Info

Sternschnuppen: Das war die Nacht der Perseiden

Sternschnuppen am Nachthimmel. Im Vordergrund Blumen. © dpa-Bildfunk Foto: Ole Spata
In Sankt Andreasberg im Harz waren die Sternschnuppen in der Nacht zu Mittwoch gut zu sehen.

Sternschnuppen im Minutentakt und Wünsche bis zum Abwinken: In der Nacht zu Mittwoch sind auch in Niedersachsen zahlreiche Menschen länger aufgeblieben, um Zeugen eines außergewöhnlichen Naturschauspiels zu werden. Die sogenannten Perseiden sorgten zu ihrem jährlichen Höhepunkt für einen wahren Sternschnuppenregen mit bis zu 100 Sichtungen pro Stunde. Wer es verpasst hat, muss sich aber nicht grämen, denn das Phänomen ist in abgeschwächter Form noch bis Ende August zu bestaunen. Außerdem können Sie sich den Sternschnuppenregen aus der Nacht zum 12. August im Video von NDR.de in aller Ruhe anschauen.

VIDEO: Wünsch dir was! (1 Min)

Beste Sicht in Heide und Harz

Besonders gut lassen sich die Sternschnuppen in ländlichen Regionen beobachten, in denen es wenig Lichtquellen gibt. Auch das Erklimmen von Bergen bietet Vorteile: Je höher sich Beobachter positionieren, desto größer ist der Himmelsausschnitt. In Niedersachsen eignen sich daher sehr gut die Heide und der Harz.

Ursprung im Schweif eines Kometen

Videos
Auf einer Wiese sitzen Menschen, die sich mit Teleskopen und Decken ausgestattet haben.
3 Min

Sternschnuppen bis zum Abwinken

Alljährlich im August sind am Himmel besonders viele Sternschnuppen ausfindig zu machen. Auf der Liegewiese der Sternwarte in Sankt Andreasberg im Harz waren sie besonders gut zu sehen. 3 Min

Unter Perseiden versteht man einen Sternschnuppenregen, bei dem Staubkörner in der Atmosphäre verglühen. Der Name stammt vom Sternbild Perseus: Am Himmel sieht es so aus, als würden die Sternschnuppen diesem Sternbild entspringen. Ihren Ursprung haben sie allerdings im Schweif eines Kometen mit dem Namen 109P/Swift-Tuttle. Auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne kreuzt die Erde ihn jedes Jahr um den 12. August.

Glühende Staubteilchen leuchten als Sternschnuppe

Die Staubteilchen des Kometenschweifs leuchten als helle Sternschnuppen, wenn sie in die Erdatmosphäre eintreten. Der Luftwiderstand bremst ihre Geschwindigkeit stark ab, dabei entsteht Wärme, die die Teilchen bis zum Glühen erhitzt. Im Volksmund werden die Perseiden auch "Tränen des Laurentius" genannt. Und wer eine Sternschnuppe sieht, so sagt man, darf sich etwas wünschen.

Weitere Informationen
Sternschnuppen und der Mond am nächtlichen Himmel © fotolia.com Foto: Sergiogen

Perseiden: Es regnet wieder Sternschnuppen

Nicht nur für Romantiker ein besonderes Ereignis: Bis Ende August sind die Perseiden sichtbar. Bis zu 100 Sternschnuppen lassen sich pro Stunde in klaren Nächten beobachten. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 11.08.2020 | 21:45 Uhr

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