Stand: 06.09.2019 12:48 Uhr

So wirkt sich Klimawandel aufs Grundwasser aus

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Laut der Studie wird im Sommer künftig deutlich weniger Grundwasser gebildet.

Der Klimawandel wirkt sich auch auf das Grundwasser und die Böden in Niedersachsen massiv aus. Das geht aus der "Klimawirkungsstudie Niedersachsen" hervor, die das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) am Freitag vorgestellt hat und die auch im Internet einsehbar ist. So werde die Grundneuwasserbildung im Sommer künftig abnehmen. Gleichzeitig werde wegen ausbleibenden Regens und höherer Verdunstung mehr Wasser gebraucht.

Ostniedersachsen besonders betroffen

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Besonders betroffen ist laut der Studie der Osten Niedersachsens. Dort könnten die sandigen Böden besonders wenig Wasser speichern, heißt es. Landesweit erwarten die Forscher zudem einen erhöhten Bodenabtrag, der aus einer prognostizierten Zunahme von Starkregenereignissen resultiert. Das Berg- und Hügelland sei davon zusätzlich wegen erwarteter steigender Niederschlagsmengen, vor allem in den Wintermonaten, betroffen, hieß es. Die Forscher warnen darüber hinaus vor einem steigenden Risiko, dass Schad- oder Nährstoffe wie zum Beispiel Nitrat in den Boden gelangen. Die sandigen Böden des östlichen und westlichen Flachlandes seien besonders betroffen.

Modelle bis ins Jahr 2100

Die vom Klimakompetenznetzwerk Niedersachsen erarbeitete und im Internet veröffentlichte Studie zeigt anhand von verschiedenen Kartenmodellen, wie stark der Klimawandel bis ins Jahr 2100 auswirkt. Die Modelle sind dabei zeitlich gestaffelt - nach naher (2021 bis 2050) und ferner Zukunft (2071 bis 2100).

Die Karte zeigt die mittlere Änderung der Grundwasserneubildung in Niedersachsen im Winterhalbjahr (links) und im Sommerhalbjahr (rechts) für die "ferne Zukunft" (2071-2100).

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 06.09.2019 | 12:00 Uhr

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