Stand: 09.07.2020 14:55 Uhr

Smartphone-Nutzung: Kinder werden unkonzentrierter

Ein Kind hält ein Smartphone in der Hand. © NDR
Für Kinder hat die Smartphone-Nutzung offenbar negative gesundheitliche Auswirkungen. (Themenbild)

Die Nutzung von Smartphones hat negative gesundheitliche Folgen für Kinder und Jugendliche. Das geht aus einer Untersuchung der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) hervor und bestätigt damit Befürchtungen von Eltern, dass der Nachwuchs durch die Nutzung der Mobiltelefone unter anderem unter Konzentrationsstörungen leidet und zu wenig Bewegung bekommen. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte Anfang des Jahres rund 1.000 Mütter und Väter von 10- bis 18-Jährigen befragt.

Schlafstörungen und Übergewicht

Die Sorgen der Eltern seien berechtigt, sagte die KKH-Psychologin Franziska Klemm am Donnerstag in Hannover. Tatsächlich gebe es Anhaltspunkte, dass immer mehr Kinder und Jugendliche unter Krankheiten leiden, die früher eher untypisch waren. Beispiele seien motorische Störungen, Schlafstörungen oder extremes Übergewicht.

Stärkere Nutzung durch Corona-Pandemie

In einer zweiten Forsa-Umfrage im März berichteten 95 Prozent der Eltern, dass ihr Kind digitale Medien in der Corona-Zeit stärker nutzte als üblich. Die Mehrheit der Befragten fand das in Ordnung. Die Hälfte der Eltern begründete dies damit, dass Smartphones & Co während der Pandemie eine gute Möglichkeit für ihr Kind seien, mit Freunden in Kontakt zu bleiben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 09.07.2020 | 15:00 Uhr

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