Stand: 10.08.2018 10:39 Uhr

Semesterbeitrag: Studieren ist in Hannover am teuersten

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Studierende in Hannover zahlen am landesweit die höchsten Semesterbeiträge.

Die Studiengebühren unterscheiden sich in Niedersachsen deutlich. Die Beiträge pro Semester schwanken zwischen 429,06 und 185 Euro. Am teuersten ist für Studierende Hannover, die dortige Hochschule verlangte im Wintersemester 2017/18 exakt 429,06 Euro. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Abgeordneten Susanne Schütz, Björn Försterling und Sylvia Bruns hervor. Die Universität Hannover lag auf Platz zwei mit 425,06 Euro, gefolgt von der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover am Standort Expo-Plaza mit 403,12 Euro pro Semester. Damit war der Studienort Hannover bei den obligatorischen Studiengebühren der teuerste in Deutschland.

Clausthal ist am günstigsten

An allen anderen Hochschulstandorten in Niedersachsen lag der Beitrag teils deutlich unter 400 Euro. Am günstigsten war es an der Technischen Universität Clausthal mit 185 Euro pro Semester. Der Semesterbeitrag setzt sich aus dem landesweit einheitlichen Verwaltungskostenbeitrag von 75 Euro plus Studentenschafts- sowie Studentenwerksbeitrag zusammen, die sich regional unterscheiden.

Semesterticket kostet bis zu 240 Euro

Den größten Anteil am Beitrag hat ein häufig inkludiertes Semesterticket, das dann je nach Reichweite mit 140 bis über 240 Euro im Semester zu Buche schlägt. Mit dem Semesterticket können Busse und Bahnen am Studienstandort und in ganz Niedersachsen in Anspruch genommen werden. Die relativ hohen Kosten in Hannover erklären sich aus dem landesweit einheitlichen Semesterticket-Preis von rund 80 Euro und dem örtlichen GVH-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr. In Clausthal-Zellerfeld ist ein Semesterticket nicht enthalten. Einige Unis haben zudem Zusatzangebote in den Semesterbeitrag integriert. An der TU Braunschweig ist zum Beispiel die Nutzung einer Fahrradwerkstatt enthalten. Kostenbeitrag: 2 Euro.

Land hat keinen Einfluss auf Semesterbeitrag

"Die Landesregierung hat auf die Erhöhung der Beträge keinen Einfluss", hieß es in der Antwort auf die FDP-Anfrage. Die Aufteilung der Geldmittel auf hochschulinterne Angebote wie Semestertickets, Fahrradwerkstätten oder Beratungen liege in der Verantwortung des Studentenwerks und der studentischen Vertretung. An der Universität Oldenburg werden die Semesterbeiträge zum kommenden Wintersemester um 26,70 Euro steigen. Ursache sind höhere Ticketpreise für den Nahverkahr, dafür hat das neue Ticket eine größere Reichweite.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 10.08.2018 | 10:00 Uhr

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