Seehunde liegen auf einer Sandbank vor der ostfriesischen Insel Juist. © dpa - Bildfunk Foto: Carmen Jaspersen

Seehunde im Nationalpark Wattenmeer werden wieder gezählt

Stand: 31.05.2021 18:16 Uhr

Zur Inventur der Seehunde an der niedersächsischen Nordseeküste sollen am kommenden Mittwoch Piloten und Wissenschaftler zum ersten Zählflug des Jahres starten.

Bei Niedrigwasser brechen drei Kleinflugzeuge mit erfahrenen Beobachtern an Bord gleichzeitig von Emden, Mariensiel bei Wilhelmshaven und Nordholz bei Cuxhaven zu den Flügen auf. Bei Niedrigwasser lassen sich die Tiere besonders gut aus der Luft zählen, da sie sich dann oft auf Sandbänken sammeln. "Sie kümmern sich um ihren Nachwuchs, sonnen sich und wechseln ihr Fell", teilte das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) am Montag mit. Das Landesamt organisiert die 15 Flüge an insgesamt fünf Terminen. Der letzte Flug ist für den 16. August geplant. Die Zählungen übernehmen Jäger, die sich für die Arbeit ehrenamtlich zur Verfügung stellen.

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Im vorigen Jahr waren es über 10.000 Tiere

Die Zählungen sind Teil eines internationalen Schutzabkommens zwischen Deutschland, Dänemark und den Niederlanden. Im vergangenen Sommer waren so viele Seehunde gezählt worden wie noch nie zuvor: 10.382 Tiere wurden an der niedersächsischen Küste zwischen Ems und Elbe gesichtet. Erstmals wurde dabei die Marke von 10.000 Tieren überschritten. Insgesamt hat sich der Seehundbestand laut Laves in den vergangenen Jahren auf hohem Niveau stabilisiert.

Ein Staupevirus hatte den Bestand sehr reduziert

Ein Staupevirus hatte von 1988 bis 2002 ein massives Seehundsterben ausgelöst. Damals wurden 3.851 Seehunde allein an der niedersächsischen Küste tot aufgefunden, nur knapp 3.500 Tiere überlebten seinerzeit.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 02.06.2021 | 06:30 Uhr

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