Stand: 30.01.2020 14:54 Uhr

Schulnotstand? Kultusminister weist Vorwurf zurück

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) spricht im Niedersächsischen Landtag. © dpa-Bildfunk Foto: David Hutzler
Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat die Kritik der Opposition an der Unterrichtsversorgung in Niedersachsen zurückgewiesen.

Die Unterrichtsversorgung an Niedersachsens Schulen ist am Donnerstag Thema im Landtag gewesen. Die Opposition sieht das Land auf einen Schulnotstand zusteuern, da weiterhin zu viel Unterricht ausfalle und der Einsatz der verfügbaren Lehrer schlecht koordiniert sei. Diese Vorwürfe wies Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) zurück. Das Land stelle weiterhin mehr Lehrer ein als gleichzeitig in Pension gingen. Zum 1. Februar seien 1.350 Stellen ausgeschrieben worden, von denen bereits 1.150 besetzt seien. Abzüglich der ausscheidenden Lehrkräfte seien dies 400 Stellen mehr als zuvor.

Zurück zum G9-Abi: Kraftakt für Gymnasien

Gleichzeitig gestand Tonne aber auch ein, dass die Unterrichtsversorgung weiter verbessert werden müsse. Angesichts der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren im Schuljahr 2020/2021 stünden die Gymnasien vor einem Kraftakt. Die Regierung habe dafür im Haushalt die Einstellung von rund 3.700 Lehrerinnen und Lehrern berücksichtigt. Es werde jedoch eine Herkulesaufgabe, sämtliche Stellen zu besetzen, so Tonne.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 30.01.2020 | 15:00 Uhr

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