Die Front eines Feuerwehrautos mit verzerrter Unschärfe. © NDR Foto: Julius Matuschik

Rettungskräfte ohne Anlass alarmiert: 45 Verurteilungen

Stand: 29.09.2021 11:49 Uhr

Wer die Feuerwehr ruft, obwohl sie nicht gebraucht wird, muss mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe rechnen. 2020 wurden in Niedersachsen 45 Menschen verurteilt. Die Zahl der Taten hat zugenommen.

Die Feuerwehren in Niedersachsen rückten im vergangenen Jahr nach sogenannten böswilligen Alarmierungen zu 687 Einsätzen aus. Nach Angaben des Innenministeriums waren das 285 Einsätze mehr als noch 2019. Innenminister Boris Pistorius (SPD) mahnte, dass es sich bei falschem Alarm nicht um ein Kavaliersdelikt handele. Wer so etwas mache, müsse mit einer hohen Geldstrafe oder einer Gefängnisstrafe rechnen.

Acht Verurteilungen mehr als 2019

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 45 Verurteilungen wegen böswilliger Alarmierungen in Niedersachsen. Das waren nach Angaben des Justizministeriums acht mehr als 2019. "Wer aus Langeweile oder warum auch immer einen falschen Alarm mit böser Absicht auslöst, gefährdet, wenn es wirklich schlecht läuft, das Leben, die Gesundheit und das Eigentum anderer", sagte Innenminister Pistorius. Denn dadurch könnten Kräfte womöglich erst später zu einem Einsatzort ausrücken, wo es wirklich Gefahr gebe.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 29.09.2021 | 10:00 Uhr

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