Eine Ratte dreht den Kopf zur rechten Seite. © picture alliance / blickwinkel Foto: W. Pattyn

Ratten, Mäuse & Co.: Viel zu tun für Schädlingsbekämpfer

Stand: 13.06.2021 08:20 Uhr

Die Restaurants zu, die Geschäfte geschlossen: Traurig für viele Menschen - ein gefundenes Fressen für Nager. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Michael Römer hat viel zu tun derzeit, sagt er. Er ist Vorsitzender des niedersächsischen Landesverbandes der Schädlingsbekämpfer und hat ein eigenes Unternehmen in Wilhelmshaven. "Viele Räume wurden wegen der Corona-Pandemie nicht genutzt, das lädt Nager ein. Oft wurden sie vielleicht auch nicht sofort bemerkt, einfach, weil niemand da war", sagt er.

Herein über die "Autobahn der Tiere"

Seit über einem Jahr sei das so. In erster Linie geht es laut Römer um Mäuse und Ratten. Der Zugang, sagt er, gelange den Tieren oft über die Kanalisation - die sogenannte Autobahn für Tiere. Besonders auffällig: Es sei mehr los als sonst. Mehr Spuren, mehr Tiere. Dabei seien gar nicht besonders viel mehr Fälle gemeldet worden, meist nur, wenn Anwohner Alarm geschlagen hätten.

Kampf gegen Ratten dauert bis zu drei Wochen

Das es mehr Ratten und Mäuse gibt, sei ganz normal, so Römer. "Es gibt immer Schwankungsbreiten in der Populationsdichte. Alle paar Jahre haben wir es mit wesentlich mehr Nagern zu tun." Wenn ein Befall gemeldet wird, dauert es einige Zeit. Köder werden ausgelegt und anschließend kontrolliert, Zugangswege müssen ermittelt werden. Laut Römer dauert es bis zu drei Wochen, ein Gebäude von Ratten oder Mäusen zu befreien.

Dehoga: "Keine kritischen Rückmeldungen"

Nachfrage beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) zum Thema Schädlinge. "Wir haben da überhaupt keine kritischen Rückmeldungen", sagte ein Dehoga-Sprecher dem NDR in Niedersachsen. Vielleicht helfen auch schon die Lockerungen und die schrittweise Rückkehr der Gäste, das Problem zumindest etwas einzudämmen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 10.06.2021 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

Daniela Behrens (niedersächsische Gesundheitsministerin) spricht bei der Pressekonferenz des Corona-Krisenstabs in Hannover. © NDR

Infektionstreiber: Land hat Discos und Shisha-Bars im Fokus

Ab einer Inzidenz von 10 werden diese Einrichtungen geschlossen. Die neue Impf-Kampagne startet im August. mehr