Stand: 02.12.2019 14:24 Uhr

Qatar Airways würde gern Hannover anfliegen

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Der Chef von Qatar Airways, Al Baker, interessiert sich für eine Präsenz der Fluglinie in Hannover.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat bei seinem Besuch in Katar für engere Wirtschaftsbeziehungen mit Niedersachsen geworben. Ein Thema war unter anderem der Flughafen Hannover. Die Fluggesellschaft Qatar Airways hat - zumindest zaghaft - ein Auge auf den Standort Hannover geworfen. Hannover sei eine wichtige Industriestadt, sagte der Chef der Fluggesellschaft, Akbar Al Baker, nach einem Gespräch mit Weil. Dass Flieger aus dem Emirat direkt in Niedersachsen landen, ist zurzeit nicht möglich, weil sämtliche Flugrechte in der EU schon vergeben sind. Al Baker erklärte zudem, dass Qatar Airways eine Beteiligung an der Lufthansa anstrebe. "Wenn es eine Möglichkeit gibt, in Lufthansa zu investieren, dann würden wir das gern machen."

Niedersachsens Ministerpräsident Weil (SPD) im Interview.

Weil wirbt auf Katar-Reise für Investitionen

Hallo Niedersachsen -

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wirbt bei einem Besuch in Katar für engere Wirtschaftsbeziehungen. Die mitgereiste Wirtschaftsdelegation hofft auf neue Geschäftspartner.

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40 Unternehmer begleiten Weil

Weil ist bis Dienstag mit einer Delegation aus Niedersachsen am Persischen Golf unterwegs. Fast 40 Unternehmer, die in dem Wüstenstaat neue Geschäftspartner suchen, begleiten den Ministerpräsidenten. Weil betonte bei seinem Besuch in der Hauptstadt Doha am Sonntag, dass er sich grundsätzlich mehr Investitionen aus Katar in Niedersachsen wünsche. Das Emirat lasse sich nicht aus dem Konzept bringen, auch wenn es mal schwierig werde, sagte Weil. Das zeige das Beispiel Volkswagen.

Videos
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Weil in Katar

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil ist mit einer Wirtschaftsdelegation in Katar unterwegs. Rund 40 Unternehmer begleiten ihn. Sie suchen nach neuen Geschäftspartnern. Video (01:13 min)

Katar ist drittgrößter Anteilseigner bei VW

Katar ist nach den Familien Porsche/Piëch und dem Land Niedersachsen drittgrößter Anteils-Eigner bei VW. Trotz der Diesel-Krise habe das Emirat zu VW gestanden, so Weil. Wenn man bei einem Thema wie VW erfolgreich zusammenarbeite, schaffe das Vertrauen - und das mache Mut für neue Vorhaben. Der katarische Staatsfonds QIA hält 17 Prozent der Stimmrechte bei Volkswagen.

Treffen mit dem Emir am Montag

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Weil sprach in Doha mit einer katarischen Vertreterin des VW-Aufsichtsrats.

Weil hat in Doha ein straffes Programm: Am Sonntag hat er nacheinander den Finanzminister, den Außenminister und den Minister für Industrie und Handel getroffen. Außerdem hat er mit Hessa al-Dschabir, einer katarischen Vertreterin des VW-Aufsichtsrats, über Volkswagen, aber auch über Frauenrechte gesprochen. Al-Dschabir selbst wollte nach dem Treffen kein Interview geben. Auch die Bedingungen ausländischer Arbeiter auf den Baustellen für die WM-Stadien waren laut Weil mehrfach Thema in seinen Gesprächen. Heute soll der niedersächsische Ministerpräsident das Staatsoberhaupt, den Emir von Katar, treffen.

Tagesschau.de
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Katar: Klein, eigen, reich an Flüssiggas

Der Sender Al Dschasira, große Flüssiggasvorkommen, eigenwillige Emire - Katar ist vielseitig und selbstbewusst. Ein Porträt von Tagesschau.de. extern

Weil besucht Katar zum zweiten Mal

Weil war im vergangenen Jahr vom Emir eingeladen worden. Nach 2015 ist es der zweite Besuch des Ministerpräsidenten in Katar. Das reiche Emirat lebt insbesondere von riesigen Erdgasvorkommen, richtet seine Wirtschaft aber bereits seit Längerem auf zusätzliche Felder wie Finanzen, Tourismus, Bauwirtschaft und Luftverkehr aus.

Weil mahnt SPD zur Geschlossenheit

Am Rande der Reise kommentierte Weil den Mitgliederentscheid zur neuen Führungsspitze seiner Partei. "Aus ihrer Krise wird die SPD nur herauskommen, wenn die ganze Partei zusammensteht". Die neuen Vorsitzenden Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken gelten als Kritiker der Großen Koalition. Die beiden benötigten nun "eine glückliche Hand", sagte Weil. Mit der Entscheidung für das neue Führungsduo habe die Parteibasis deutlich gemacht, dass sie einen anderen Weg als den bisherigen wolle.

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Im Westen Chinas werden Menschen systematisch überwacht und unterdrückt, Hunderttausende in Lagern festgehalten. VW baut in dieser Region Autos. Menschenrechtler kritisieren dies scharf. mehr

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Bürogebäude im Finanzzentrum von Doha (Katar). © dpa picture alliance Foto: Peter Kneffel

Katar - Regionale Großmacht handelt eigenwillig

Im Emirat Katar ging 1996 der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira auf Sendung. Das veränderte die Rolle des Landes. Es stieg in der Folge diplomatisch zu einer regionalen Großmacht auf.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 02.12.2019 | 09:00 Uhr

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