Stand: 16.07.2019 10:40 Uhr

Partielle Mondfinsternis - oder Wolken davor?

So sah es im Sommer 2018 auf Norderney aus, als der Mond sich verfinsterte und rot einfärbte.

Heute Nacht wird eine partielle Mondfinsternis Menschen auf der ganzen Welt wachhalten. Je nach Wetterlage und Bewölkung könnte das Ereignis auch in Niedersachsen zu sehen sein. Sternwarten und andere Einrichtungen im ganzen Land bieten an, die Mondfinsternis zu beobachten. Der Mond verfinstert sich zwischen etwa 22 Uhr und 1 Uhr früh am Mittwoch, er bewegt sich dann in den Kernschatten der Erde und wieder heraus. Laut Wettervorhersage gibt es am Abend immer wieder Wolkenlücken über Niedersachsen, am ehesten im Nordosten des Landes.

Sternwarten erklären Besuchern die Mondfinsternis

Im Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen können Besucher mit Teleskopen Mond, Jupiter und Saturn beobachten. Fachleute des Instituts und der Astronomischen Vereinigung erklären, was genau bei einer partiellen Mondfinsternis passiert. Auch in der Sternwarte Wolfsburg und auf der Beobachtungsstation Wendhausen bei Braunschweig können Mondsüchtige bei gutem Wetter die Finsternis sehen und sich von Profis erklären lassen. In Hannover öffnet die Sternwarte ebenso wie die auf dem Oldenburger Berg bei Melle (Landkreis Osnabrück).

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Himmelsschauspiel: Blutmond über Niedersachsen

20.01.2019 19:30 Uhr
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Wenn Sonne, Erde und Mond in einer Linie stehen, entsteht ein Blutmond. Besonders gut beobachten lässt er sich in der Sternwarte in Sankt Andreasberg. Peter Jagla ist vor Ort. Video (03:11 min)

Erst 2022 nächste partielle Mondfinsternis

Im Januar hatte es zuletzt eine totale Mondfinsternis gegeben. Nach Angaben des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) wird der Mond erst im Jahr 2022 für Beobachter in Deutschland wieder in den Kernschatten der Erde eintreten. Dann wird er sogar komplett verdunkelt sein, das aber erst wenige Minuten vor seinem Untergang. Bei den nächsten partiellen Finsternissen in den Jahren 2023 und 2024 werden nur knapp zehn Prozent des Mondes vom Kernschatten der Erde bedeckt werden.

Museen erinnern an Mondlandung 1969

Museen in Niedersachsen erinnern zudem an die erste Mondlandung, zu der die Apollo-11-Mission am 16. Juli 1969 aufgebrochen war. Im Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim ist dazu am Wochenende die Aktion "Abenteuer Mond - 50 Jahre Mondlandung" zu sehen. So wird in Kooperation mit der Universität Hildesheim ein fahrbarer Roboter bereitgestellt, den Besucher steuern dürfen. Das Planetarium Osnabrück zeigt am 20. Juli eine Film-Dokumentation im 360-Grad-Planetarium, dazu Live-Schaltungen zum ESA-Astronauten Alexander Gerst nach Berlin und zum Sojus-Raketenstart zur ISS nach Baikonur. Auch im Planetarium Wolfsburg und im Wissenschaftsmuseum Phaeno werden besondere Aktivitäten angeboten.

Weitere Informationen

Sehnsucht der Menschheit: Die Reise zum Mond

600 Millionen Menschen verfolgten die erste Mondlandung vor 50 Jahren. Es gibt Filme, Bücher und Lieder über den Himmelskörper. Warum löst der Mond solch eine Sehnsucht in uns Menschen aus? mehr

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 16.07.2019 | 19:30 Uhr

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