Stand: 09.04.2020 17:00 Uhr

Oster-Ansprache: Weil macht Niedersachsen Mut

Ministerpräsident Stephan Weil spricht im Interimsplenarsaal bei einer Pressekonferenzt. © NDR
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil appelliert in seiner Oster-Ansprache an die Bürgerinnen und Bürger, Kontakte so gering wie möglich zu halten und Besuche zu vermeiden. (Themenbild)

Es wird ein denkwürdiges Osterfest in diesem Jahr: Geschäfte, Restaurants und Bars sind geschlossen, Kontakte zu Freunden, Bekannten und Verwandten stark eingeschränkt bis verboten, Gottesdienste abgesagt oder ins Netz verlegt. Wer sich nicht an die Vorgaben der Allgemeinverfügung der Landesregierung und andere Corona-Regeln hält, muss mit schmerzhaften Bußgeldern rechnen. Aus diesem Anlass hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) dazu entschlossen, sich erstmals vor Ostern in einer Ansprache an die Bürgerinnen und Bürger des Landes zu wenden. Darin appelliert er eindringlich an die Vernunft, die Regeln einzuhalten und das Osterfest mit wenigen direkten sozialen Kontakten möglichst zu Hause zu verbringen. Weil macht den Menschen im Land Mut, gemeinsam durch diese schwierige Zeit zu kommen.

Weil: Einschnitte für viele hart, aber notwendig

Weil ist gegen eine zu frühe Lockerung der Kontaktsperre. "Wir können das erst umsetzen, wenn die Zahlen deutlich besser sind als sie jetzt schon sind", sagte Weil dem NDR in Niedersachsen. Die Landesregierung habe die Verpflichtung, die Bürger weiterhin zur Reduzierung ihrer sozialen Kontakte aufzurufen. Er wisse, wie hart die Einschnitte seien - vor allem für ältere und einsame Menschen oder für psychisch Kranke. Er habe aber den Eindruck, dass die Regeln wirkten, sagte Weil. Dies sei auch schon an den rückläufigen Zahlen der Neuinfektionen erkennbar.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Hallo Niedersachsen | 09.04.2020 | 17:00 Uhr

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