Atemmaske hängt über dem Laptop. © imago / westend61

Niedersachsen: So funktioniert 3G am Arbeitsplatz

Stand: 24.11.2021 20:54 Uhr

Seit Mittwoch haben nur noch Beschäftigte Zugang zu Betrieben, die geimpft, genesen oder getestet sind (3G). Ungeimpfte müssen dem Arbeitgeber einen aktuellen Schnelltest oder einen PCR-Test vorlegen.

Der Schnelltest darf nicht älter als 24 Stunden sein, der PCR-Test höchstens 48 Stunden zurückliegen. Beide Tests müssen von einem zugelassenen Unternehmen ausgestellt worden sein, also beispielsweise einem Corona-Testcenter oder einer Apotheke. Stellt der Arbeitgeber einen Selbsttest zur Verfügung, so muss dieser unter Aufsicht durchgeführt werden. Wenn dies nicht angeboten wird, müssen Ungeimpfte, oder Personen, die ihren Impfstatus nicht öffentlich machen möchten, eigenständig für Testnachweise an allen Arbeitstagen sorgen.

Man muss seinen Impfstatus nicht preisgeben

Laut einer Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums dürfen Unternehmen den Impfstatus ihrer Mitarbeiter - bis auf Ausnahmen - auch mit der neuen 3G-Regelung nicht direkt abfragen. Allerdings müssen Arbeitgeber einen Nachweis verlangen, dass eines der 3Gs erfüllt ist. Wer also seinen Impfstatus nicht preisgeben will, muss einen negativen Corona-Test vorweisen. Arbeitgeber sind nach dem neuen Infektionsschutzgesetz verpflichtet, die Einhaltung der 3G-Regeln in ihrem Betrieb zu kontrollieren. Antworten auf die häufigsten Fragen zum betrieblichen Infektionsschutz gibt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf seiner Internetseite.

Unterschiedliche Erfahrungen am ersten Tag

Im Raum Lüneburg waren die ersten Erfahrungen mit 3G am Arbeitsplatz je nach Betrieb sehr unterschiedlich. In der Zuckerfabrik Uelzen seien die Kontrollen der rund 250 Mitarbeitenden relativ gut gelaufen, sagte ein Unternehmenssprecher dem NDR in Niedersachsen. Komplizierter sei die Umsetzung zum Beispiel bei der Lüneburger Bäckerei Harms gewesen, wo man in 16 Filialen die Verkäuferinnen überprüfen musste, heißt es von der Firmenleitung. Im Lüneburger Kreishaus legten die Verwaltungsangestellten, die weder genesen noch geimpft sind, an einem extra Eingang einen aktuellen Test vor.

Viele Betriebe im Emsland wollen selbst testen

Die Mitglieder der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim begrüßen überwiegend die am Mittwoch in Kraft getretene bundeseinheitliche 3G-Regel am Arbeitsplatz. Wie der NDR in Niedersachsen berichtet, haben knapp zwei Drittel aller Befragten angekündigt, die neue 3G-Regel am Arbeitsplatz durch das Angebot von beaufsichtigten Selbsttests im Unternehmen umsetzen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 24.11.2021 | 15:00 Uhr

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