Studierende mit Mund- und Nasenmaske sitzen in einem Hörsaal. © picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow Foto: Sebastian Gollnow

Niedersachsens Studenten kehren an die Universitäten zurück

Stand: 18.09.2021 09:57 Uhr

Niedersachsens große Universitäten wollen zu Beginn des Wintersemesters im Oktober größtenteils den Präsenzbetrieb wieder aufnehmen - und zwar im 3G-Modus: geimpft, genesen, getestet.

"Dies entspricht dem Wunsch von Studierenden wie Lehrenden gleichermaßen", sagte eine Sprecherin der Leibniz Universität Hannover. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen hier die 3G-Regel an Gebäude- und Hörsaaleingängen kontrollieren. Die Impfquote unter Studentinnen und Studenten sei nahe an 90 Prozent, sagte die Sprecherin. Die Präsenzlehre werde in den großen Grundlagenvorlesungen durch Onlineangebote ergänzt. Die Universität in Hannover zählt momentan mehr als 30.000 Studentinnen und Studenten.

Was bedeutet die 3G-Regel?

Nur Geimpfte, Genesene oder Getestete (3G) erhalten Zutritt zu Innenräumen von Behörden und anderen Einrichtungen wie Restaurants, Kinos, Fitnessstudios oder Krankenhäusern. Ausgenommen sind Kinder unter sieben Jahren und minderjährige Schüler, die regelmäßig getestet werden. Bei einem niedrigen Corona-Risiko kann die Regelung ausgesetzt werden. Antigen-Schnelltests dürfen nicht älter als 24 Stunden sein, PCR-Tests nicht älter als 48 Stunden. Gäste von Beherbergungseinrichtungen müssen bei der Anreise einen negativen Test vorweisen und diesen alle 72 Stunden wiederholen. Bei der 2G-Regel reicht ein Test nicht aus, hier haben nur Geimpfte oder Genesene Zutritt.

Göttingen will alle Veranstaltungen streamen

An der Georg-August-Universität Göttingen sollen Vorlesungssäle und kleinere Räume höchstens zur Hälfte belegt werden. Zudem sei es das Ziel, möglichst alle Lehrveranstaltungen live zu streamen, um Studierenden in Quarantäne oder mit Sorge vor größeren Menschenansammlungen teilhaben zu lassen. "Wir gehen im Moment von einer Kontrolle an den Eingängen von größeren Lehrveranstaltungsgebäuden aus, beispielsweise am zentralen Hörsaalgebäude", sagte ein Sprecher der Universität.

Braunschweig: Ab 100 Teilnehmern Kurse auch online

An der Technischen Universität Braunschweig sollen in der kommenden Vorlesungszeit möglichst alle Vorlesungen und Seminare vor Ort stattfinden, die weniger als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben. Größere Veranstaltungen und solche, bei denen sich die digitale Form in den letzten Semestern bewährt habe, sollen weiter online angeboten werden, sagte eine Sprecherin.

Bremen arbeitet an technischer Lösung für Zugang

An der Universität Bremen soll die 3G-Regelung im Wintersemester per QR-Codes an den Zugängen überprüft werden. "Wir arbeiten gerade an elektronischen Lösungen", sagte eine Sprecherin der Universität. Jede Lehrveranstaltung habe demnach einen QR-Code, über den sich die Teilnehmenden mit einer App an- und abmelden müssen. Die 3G-Regel gilt seit Anfang August auf dem gesamten Campus-Gelände. Bei den Vorlesungen und Seminaren verfolge man ein zweigleisiges System mit einer Mischung aus Präsenz- und Onlinelehre.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 18.09.2021 | 11:00 Uhr

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