Die Innenstadt von Dannenberg. © NDR Foto: Marie Elane Schulz

Niedersachsen will mit EU-Fördergeldern Innenstädte stärken

Stand: 11.03.2021 16:26 Uhr

Die Europäische Union (EU) investiert kräftig in Niedersachsens Regionen. Das Land kann für die kommende Förderperiode bis 2027 mit mehr als einer Milliarde Euro rechnen.

Die Gelder stammen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und dem Europäischen Sozialfonds, wie das niedersächsische Europaministerium am Donnerstag mitteilte. "Angesichts der ursprünglich angekündigten Kürzungen haben wir in den vielen Verhandlungsrunden ein sehr gutes Ergebnis erreichen können. Tatsächlich hatten wir noch im vergangenen Herbst mit weniger gerechnet", sagte Europa- und Regionalministerin Birgit Honé (SPD). Europaweit wurden die Mittel für die Strukturfonds um rund zehn Prozent gekürzt.

Regionale Entwicklung im Raum Lüneburg profitiert

Gute Nachrichten gibt es demnach vor allem für den Raum Lüneburg. Im Bereich des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg, nach EU-Definition eine sogenannte "Übergangsregion", stehen künftig mehr Gelder zur Verfügung. Damit sollen Innovation und wirtschaftliche Erneuerung gefördert werden.

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EU-Corona-Hilfen für Innenstadt-Programm?

Darüber hinaus möchte die niedersächsische Landesregierung rund 100 Millionen Euro aus europäischen Corona-Hilfen für ein Programm zur Stärkung der Innenstädte nutzen. Dem Ministerium zufolge befinde man sich in Gesprächen mit der EU über eine Ausgestaltung des Konzepts. Infolge der Corona-Pandemie habe sich der Strukturwandel in Ortszentren massiv beschleunigt, sagte Honé. Am Donnerstag traf sie sich mit den Spitzen des Niedersächsischen Landkreistags, des Niedersächsischen Städtetags sowie des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, um über die Verwendung der Gelder zu sprechen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.03.2021 | 16:00 Uhr

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