Stand: 08.11.2018 06:57 Uhr

Niedersachsen will mehr Sozialwohnungen fördern

Das sprichwörtliche Dach über dem Kopf - so mancher kann sich das heute kaum noch leisten. Gerade in Großstädten kann eine Wohnung schon mal die Hälfte des Nettolohns kosten. Doch auch im ländlich geprägten Niedersachsen mangelt es zunehmend an bezahlbarem Wohnraum. Beim Kongress des Bündnisses für bezahlbares Wohnen in Niedersachsen hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) jetzt versprochen, mehr Geld für den sozialen Wohnungsbau bereitzustellen. Bauminister Olaf Lies (SPD) kündigte an, die Zahl von neuen Sozialwohnungen von heute 1.000 Wohnungen pro Jahr auf 4.000 zu steigern. Bis zum Jahr 2030 könnten so bis zu 40.000 neue Sozialwohnungen geschaffen werden.

Bauminister Olaf Lies im Hallo Niedersachsen Studio

40.000 Sozialwohnungen bis 2030 geplant

Hallo Niedersachsen -

Der soziale Wohnungsbau soll gestärkt werden. 40.000 Wohnungen sollen bis 2030 gebaut sein. Dafür wurden unter anderem die Förderrichtlinien verbessert. Ein Interview mit Bauminister Olaf Lies.

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Bauvorschriften sollen überarbeitet werden

"Die Wohnraumfrage ist die soziale Frage unserer Zeit. Ihre Beantwortung entscheidet ganz wesentlich über den Zusammenhalt der Gesellschaft", sagte Weil. "Alle Menschen in Niedersachsen müssen in einer anständigen und bezahlbaren Wohnung leben können", betonte er. Das Land werde Fördermittel bereitstellen, um mehr sozialen Wohnraum zu fördern, sagte Weil, ohne jedoch eine Summe zu nennen. Außerdem müsse Bauen wieder leichter werden, die Vorschriften sollen entsprechend überarbeitet werden.

Bauland soll leichter bereitgestellt werden

Laut Bauminister Lies besteht bei der Bereitstellung von Bauland ein Engpass. Das Land werde deshalb die Empfehlungen des Bündnisses aufgreifen und vorgeschlagene Instrumente wie die günstige Vergabe von öffentlichen Grundstücken zur Mobilisierung von günstigem Bauland nutzen. Zudem solle das Erbbaurecht gestärkt werden, um Grundstücke zu verbilligen. Die Schaffung von Wohnraum im Bestand soll erleichtert werden, indem für einen befristeten Zeitraum die Geltung bestimmter Bauvorschriften ausgesetzt werden soll.

Landesarmutskonferenz: "Erster, richtiger Schritt"

Für die Kommunen ist die Landesregierung auf dem richtigen Weg. Sollte das Geld nicht reichen, müsse das Land aber nachbessern. Die oppositionellen Grünen im Landtag fordern allerdings, das Land müsse selbst Sozialwohnungen bauen. Der Geschäftsführer der niedersächsischen Landesarmutskonferenz, Klaus-Dieter Gleitze, begrüßte die Ankündigung als "ersten, richtigen Schritt, dem weitere folgen müssen".

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 07.11.2018 | 19:30 Uhr

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