Stand: 04.03.2019 08:30 Uhr

Niedersachsen: Zahl der Einbrüche sinkt weiter

Ein Polizist demonstriert den Aufbruch eines Fensters. © dpa-Bildfunk Foto: Hauke-Christian Dittrich
Seit Jahren geht die Zahl der Einbrüche in Niedersachsen zurück.

Erneut ist im vergangenen Jahr die Zahl der Einbrüche in Niedersachsen deutlich gesunken. Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits in den Jahren zuvor deutlich geworden war. Während die Zahl der Wohnungseinbrüche im Jahr 1993 laut Behörden noch bei 32.000 lag, war sie 2016 auf 16.400 gesunken. 2017 wurden nur noch 13.600 Einbrüche registriert und 2018 sank die Zahl erneut um mehr als zehn Prozent. Konkrete Zahlen und weitere Details will Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) heute bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik nennen.

2017: Jeder vierte Einbruch wurde aufgeklärt

In der Statistik von 2017 lag die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen bei 23,6 Prozent. Gegen 404 Angeklagte lief ein Gerichtsprozess, wie aus Zahlen des Justizministeriums hervorgeht. Von ihnen wurden 334 verurteilt, 23 freigesprochen und in 47 Fällen wurde das Verfahren eingestellt. Unklar ist, gegen wie viele mutmaßliche Einbrecher die Staatsanwaltschaft Ermittlungen einleitete, die am Ende nicht zu einem Prozess führten.

Staatsanwaltschaft hält Beweislage oftmals für zu dünn

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) hatten sich 2016 mit der geringen Verurteilungsquote bei Einbrüchen beschäftigt. Untersucht wurden 3.669 Einbrüche in fünf deutschen Großstädten aus dem Jahr 2010. In mehr als zwei Drittel der Fälle hielt die Staatsanwaltschaft die Beweislage gegen die von der Polizei gefassten mutmaßlichen Einbrecher für zu dünn, wie die Untersuchung ergab. Kam es zu einer Anklage, wurden rund drei Viertel der Täter verurteilt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 04.03.2019 | 12:00 Uhr

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